Glossar
225 Fachbegriffe aus Energiewirtschaft, Marktkommunikation und SAP IS-U, jeder kurz erklärt.
225 Begriffe
A20 Begriffe
Ableseauftrag
#Arbeitsvorrat für eine anstehende Ablesung, erzeugt je Zählwerk. Er enthält den Ablesegrund, den geplanten Termin und einen Erwartungswert. Mit der Erfassung des Stands wird daraus das Ableseergebnis.
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Ablesebeleg
#Auch: Ableseergebnis
Beleg, der Ableseauftrag und Ableseergebnis eines Zählwerks führt: Zählerstand, Ablesedatum, Ableseart, Ablesegrund und Status. Nur ein plausibles oder freigegebenes Ergebnis gibt die Abrechnung frei.
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Ableseeinheit
#Gruppe von Anlagen, die gemeinsam abgelesen werden, meist ein Straßenzug oder Bezirk. Die Ableseeinheit steht an der Anlage, gehört zu einer Portion und trägt die Terminsätze für die Ablesung.
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Ablesung
#Auch: Turnusablesung, Ableseart, Ableseturnus
Erhebung eines Zählerstands, durch den Kunden selbst, durch einen Ableser vor Ort oder automatisch per Fernauslesung. Die Turnusablesung findet im regelmäßigen Rhythmus statt, meist jährlich. Dazu kommen Zwischenablesungen bei Ein- und Auszug, Lieferantenwechsel oder Gerätewechsel.
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Abrechnungsauftrag
#Arbeitsvorrat der Abrechnung, erzeugt zusammen mit den Ableseaufträgen, wenn ein Terminsatz fällig ist. Er liegt laut SAP Learning auf Vertragsebene; in ETRG steht die Anlage mit geplantem Abrechnungsdatum und Abrechnungsvorgang im Schlüssel. Er wird abrechenbar, sobald die nötigen Ableseergebnisse plausibel vorliegen. Die Abrechnung ersetzt ihn durch einen Abrechnungsbeleg.
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Abrechnungsbeleg
#Ergebnis der Abrechnung eines Vertrags: Mengen, Preise und Beträge je Belegzeile für einen Abrechnungszeitraum. Er ist noch keine Rechnung. Erst die Fakturierung macht daraus einen Druckbeleg und eine Forderung.
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Abrechnungsschema
#Auch: Schema
Legt fest, in welcher Reihenfolge die Tarifschritte aller Tarife einer Anlage ausgeführt werden. Es steht im Tariftyp. Das Schema bestimmt auch, welche Schritte Rechnungszeilen erzeugen.
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Abschlag
#Auch: Abschlagsplan, Abschlagszahlung
Regelmäßige Vorauszahlung auf die spätere Verbrauchsabrechnung, meist monatlich. Die Höhe ergibt sich aus dem erwarteten Jahresverbrauch und den Preisen. In der Jahresrechnung werden die gezahlten Abschläge verrechnet, übrig bleibt eine Nachzahlung oder ein Guthaben.
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Anlage (SAP IS-U)
#Auch: Versorgungsanlage, Installation
Abrechnungsobjekt einer Sparte an einer Verbrauchsstelle. Die Anlage fasst die Geräte und Zählwerke zusammen, die gemeinsam abgerechnet werden, und trägt in Zeitscheiben Tariftyp, Ableseeinheit und Abrechnungsfakten. Sie ist nicht mit der technischen Anlage zu verwechseln, etwa einer PV-Anlage.
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Anreizregulierung
#Auch: ARegV, Anreizregulierungsverordnung, Erlösobergrenze, EOG
Regulierungssystem für Netzbetreiber. Die Behörde gibt für jede Regulierungsperiode eine Erlösobergrenze vor: den Betrag, den der Netzbetreiber im Jahr höchstens über Netzentgelte einnehmen darf. Sie beruht auf geprüften Kosten und einem Effizienzvergleich; wer effizienter wirtschaftet, darf den Vorteil in der Periode behalten. Für Stromverteilnetzbetreiber gilt bis 31.12.2028 die ARegV (vierte Periode 2024 bis 2028); ab 01.01.2029 gilt die Festlegung RAMEN Strom der Bundesnetzagentur vom 08.12.2025.
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Anschlussnehmer
#Wer den Netzanschluss beauftragt hat oder Eigentümer des angeschlossenen Grundstücks oder Gebäudes ist. Der Anschlussnehmer ist Partner des Netzanschlussvertrags. Im Mietshaus ist das der Vermieter, der Mieter ist Anschlussnutzer.
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Anschlussnutzer
#Wer einen Netzanschluss nutzt, um Strom zu entnehmen oder einzuspeisen, zum Beispiel der Mieter einer Wohnung. Das Anschlussnutzungsverhältnis mit dem Netzbetreiber entsteht mit der ersten Entnahme. Der Anschlussnutzer darf seinen Messstellenbetreiber wählen.
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Anschlussobjekt
#Gebäude oder Grundstück mit einer Adresse. Es ist die oberste Ebene der technischen Stammdaten und enthält Verbrauchsstellen und Geräteplätze. Technisch ist es ein Technischer Platz der Instandhaltung.
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AnwendungshandbuchAHB
#Dokument, das beschreibt, wie ein Nachrichtentyp in einem konkreten Geschäftsvorfall zu füllen ist. Je Prüfidentifikator legt es fest, welche Segmente und Datenelemente Muss, Kann oder an eine Bedingung geknüpft sind. Die MIG beschreibt den möglichen Aufbau, das AHB die Anwendung im Prozess.
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APERAK
#Application Error and Acknowledgement
Anwendungsquittung je Geschäftsvorfall. Sie erkennt einen Vorgang an (Anerkennungsmeldung) oder meldet, dass er nicht verarbeitet werden kann, zum Beispiel weil die Marktlokation unbekannt ist oder eine AHB-Bedingung verletzt wurde. Sie lehnt nur den beanstandeten Vorgang ab, die übrigen der Datei laufen weiter. Die Anerkennung bestätigt die Verarbeitbarkeit; die fachliche Antwort des Prozesses, etwa eine Bestätigung oder Ablehnung der Anmeldung, kommt getrennt davon.
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API-Webdienste
#Zweiter Übertragungsweg der Marktkommunikation neben EDIFACT über AS4. Ein Marktpartner ruft einen Dienst per HTTP auf und erhält die Antwort als JSON. Stand Oktober 2026 laufen nur zwei Prozessgruppen darüber: die Ermittlung der MaLo-ID und der Steuerbefehl samt Information dazu. Die Bundesnetzagentur hat mit Mitteilung Nr. 58 vom 1. Oktober 2026 weitere Dienste nicht eingeführt; neue Fälle bleiben in EDIFACT. Abgesichert wird der Weg über TLS und Zertifikate der Smart-Metering-PKI.
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Arbeitspreis
#Preis je verbrauchter Kilowattstunde. Er ist der verbrauchsabhängige Teil des Strompreises und des Netzentgelts.
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Artikel-ID
#Auch: Artikelnummer
Code für genau eine abrechenbare Leistung in der Netznutzungs- oder Messstellenabrechnung, etwa Wirkarbeit oder Grundpreis. Die Artikel-ID steht im Preisblatt und in jeder Rechnungsposition der INVOIC. Sie ist ein Schlüssel aus einer Codeliste und kein Preis.
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AS4
#Applicability Statement 4
Übertragungsweg für EDIFACT-Dateien der Marktkommunikation, in der Sparte Strom seit dem 1. April 2024 verbindlich. AS4 ist ein Webservice-Protokoll mit Signatur, Verschlüsselung und Zustellquittung. Die Zertifikate stammen aus der Smart-Metering-PKI. Die Strom-Marktkommunikation darf seit diesem Stichtag nicht mehr per E-Mail mit S/MIME laufen.
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Ausgleichsenergie
#Auch: reBAP, Bilanzkreisabweichung
Energie, die einem Bilanzkreis für seine Abweichung je Viertelstunde in Rechnung gestellt oder vergütet wird. Der Preis ist der regelzonenübergreifende einheitliche Bilanzausgleichsenergiepreis (reBAP). Ausgleichsenergie ist eine Verrechnungsgröße. Der physische Ausgleich im Netz geschieht über Regelenergie. Im Gas ist es die Energiemenge, die am Ende der Bilanzierungsperiode (Gastag) zum Ausgleich des Bilanzkreissaldos rechnerisch benötigt wird; es gibt dort keinen reBAP, sondern einen täglichen positiven und negativen Ausgleichsenergiepreis aus den Regelenergiegeschäften des Marktgebietsverantwortlichen und dem Gasdurchschnittspreis des Gastags.
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B15 Begriffe
BaukostenzuschussBKZ
#Einmalige Zahlung des Anschlussnehmers an den Netzbetreiber für den Ausbau des vorgelagerten Netzes, bemessen an der bestellten Leistung. Er kommt zu den Kosten für die Herstellung des Netzanschlusses hinzu. In der Niederspannung begrenzt § 11 NAV ihn; darüber gilt nach dem BNetzA-Positionspapier (11/2024) das Leistungspreismodell: Mittel der Leistungspreise der letzten fünf Jahre mal bestellte Leistung. Der BGH hat das Modell am 15.07.2025 (EnVR 1/24) bestätigt.
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BDEW
#Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
Branchenverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Für die Marktkommunikation ist er wichtig, weil seine Tochter Energie Codes und Services GmbH die BDEW-Codenummern für Marktpartner vergibt, er Anwendungshilfen veröffentlicht und die Expertengruppe EDI@Energy leitet, die die Nachrichtenformate erarbeitet. Als privater Verband hat er keine hoheitlichen Befugnisse.
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Berechnungsformel
#Rechenvorschrift, nach der aus den Werten mehrerer Messlokationen die Werte einer Markt- oder Netzlokation entstehen, zum Beispiel Bezug minus Erzeugung. Der Netzbetreiber legt sie fest und übermittelt sie per UTILTS an Lieferant und Messstellenbetreiber.
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Berechtigte Stelle
#Stelle, die personenbezogene Messwerte verarbeiten darf. Das Gesetz zählt sie abschließend auf, darunter Messstellenbetreiber, Netzbetreiber, Bilanzkoordinator, Bilanzkreisverantwortlicher und Lieferant, jeweils nur für festgelegte Zwecke. Jede weitere Stelle braucht die Einwilligung des Anschlussnutzers.
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Bilanzierung
#Zuordnung von Energiemengen zu Bilanzkreisen, im Strom je Viertelstunde. Der Netzbetreiber ermittelt für jede Marktlokation die Menge, aus Messwerten oder über ein Lastprofil, und fasst sie zu Summenzeitreihen zusammen. Die Netznutzungsabrechnung verrechnet dagegen das Netz und nicht die Energie. Im Gas ist die Bilanzierungsperiode der Gastag von 06:00 bis 06:00 Uhr; der Marktgebietsverantwortliche saldiert je Bilanzkreis täglich.
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Bilanzierungsgebiet
#Bilanzielle Einheit im Netz eines Netzbetreibers: Sein Gesamtnetzgebiet ist entweder ein Bilanzierungsgebiet oder vollständig in mehrere überlappungsfreie aufgeteilt. Ein Bilanzierungsgebiet gehört nur einem Netzbetreiber und liegt in genau einer Regelzone. Für jedes bildet der Netzbetreiber die Summenzeitreihen je Lieferant und Bilanzkreis, und jede Marktlokation liegt darin in genau einem.
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BilanzkoordinatorBIKO
#Eigene Rolle der MaBiS, verantwortlich für die Bilanzkreisabrechnung. Der Bilanzkoordinator empfängt die Summenzeitreihen von Netzbetreibern und Übertragungsnetzbetreibern, vergibt den Datenstatus und versendet die Abrechnungsdaten. Außerdem vergibt er die Energy Identification Codes der Bilanzierungsgebiete. Welches Unternehmen die Rolle ausübt, sagt die MaBiS nicht; sie kann im selben Unternehmen liegen wie der Übertragungsnetzbetreiber.
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Bilanzkreis
#Energiemengenkonto eines Bilanzkreisverantwortlichen innerhalb einer Regelzone. Es stellt je Viertelstunde alle Einspeisungen, Entnahmen und Handelsgeschäfte gegenüber. Jede Marktlokation ist zu jedem Zeitpunkt genau einem Bilanzkreis zugeordnet. Ein Bilanzkreis ist kein Gebiet, er hat keine geografische Grenze.
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Bilanzkreisabrechnung
#Nachträgliche Abrechnung der Abweichung zwischen Fahrplänen und tatsächlichen Mengen eines Bilanzkreises, je Bilanzierungsmonat. Die Netzbetreiber und Übertragungsnetzbetreiber liefern Summenzeitreihen, der Bilanzkoordinator gibt ihnen einen Datenstatus und fasst sie zu Abrechnungsdaten zusammen. Die Abweichung wird je Viertelstunde mit dem Ausgleichsenergiepreis bewertet. Der Bilanzkreisverantwortliche erhält einen vorläufigen Stand am 18. und den endgültigen am 42. Werktag nach Monatsende.
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BilanzkreisverantwortlicherBKV
#Marktrolle, die einen Bilanzkreis wirtschaftlich verantwortet. Der BKV schließt den Bilanzkreisvertrag mit dem Übertragungsnetzbetreiber, erstellt Prognosen, meldet Fahrpläne an und zahlt die Ausgleichsenergie für Abweichungen. Er muss nicht selbst Lieferant sein: Viele Lieferanten nutzen den Bilanzkreis eines Dienstleisters.
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Blindarbeit
#Die über die Zeit aufsummierte Blindleistung, gemessen in kvarh. Der Netzbetreiber kann sie bei größeren Kunden in Rechnung stellen, wenn ein vereinbarter Anteil überschritten wird. Der Zähler braucht dafür ein eigenes Zählwerk.
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Blindleistung
#Auch: Blindstrom
Leistung, die im Wechselstromnetz zwischen Quelle und Betriebsmittel pendelt und im Mittel keine nutzbare Arbeit verrichtet. Sie belastet trotzdem Leitungen und Transformatoren und beeinflusst die Spannung. Einheit ist das Var, meist kvar.
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BPEM
#Business Process Exception Management
Auch: EMMA, Klärungsfall
Werkzeug von SAP für Ausnahmen in Massenprozessen. BPEM wertet Anwendungslogs aus und erzeugt Klärungsfälle, die über Klärungslisten (EMMACL) an Sachbearbeiter verteilt werden; die Transaktion EMMA ist der Einstieg über die Protokolle von Massenläufen. In der Marktkommunikation entstehen Klärfälle laut SAP unter anderem aus Systemprüfungen, APERAK- und CONTRL-Fehlern, verstrichenen Antwortterminen und manuellen Ablehnungen.
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Brennwert
#Auch: Abrechnungsbrennwert, Gasabrechnung
Energieinhalt eines Normkubikmeters Gas in kWh. Der Gaszähler misst ein Volumen, abgerechnet wird Energie. Die Energiemenge ergibt sich aus Betriebsvolumen mal Zustandszahl mal Abrechnungsbrennwert. Der Netzbetreiber ermittelt den Brennwert für sein Netzgebiet.
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BundesnetzagenturBNetzA
#Regulierungsbehörde des Bundes für Strom- und Gasnetze. Sie sichert den diskriminierungsfreien Netzzugang, bestimmt die Erlösobergrenzen großer Netzbetreiber und legt über ihre Beschlusskammern die Marktprozesse fest. Sie betreibt außerdem das Marktstammdatenregister.
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C5 Begriffe
Clearing
#Klärung von Abweichungen, fehlenden oder widersprüchlichen Daten zwischen Marktpartnern, bevor Mengen endgültig abgerechnet werden. In der MaBiS prüfen Lieferant und Bilanzkreisverantwortlicher die Summenzeitreihen des Netzbetreibers und melden Einwände. Nach Ablauf der Clearingfrist bleibt nur ein finanzieller Ausgleich.
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CLS
#Controllable Local System
Steuerbares Gerät hinter dem Smart-Meter-Gateway, etwa eine Steuerbox, eine Wärmepumpe oder eine Wallbox. Es wird über einen gesicherten Kanal des Gateways angebunden. Über diesen Weg erreichen Steuerbefehle des Netzbetreibers oder eines anderen Berechtigten die Anlage.
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Codeliste
#Verzeichnis der zulässigen Werte eines Datenelements, etwa OBIS-Kennzahlen, Artikel-IDs, Zeitreihentypen oder Konfigurationen. Codelisten haben eigene Versionen und Gültigkeitstermine. Ein Code außerhalb der gültigen Liste führt zur Ablehnung der Nachricht.
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COMDIS
#Commercial Dispute
Nachricht, mit der ein Absender die Ablehnung seiner Rechnung oder seines Lieferscheins begründet zurückweist. Er hat die Ablehnung aus der REMADV oder IFTSTA geprüft und hält seine Abrechnung für richtig. Die COMDIS ist eine Geschäftsnachricht innerhalb des Prozesses, keine Service-Rückmeldung wie CONTRL und APERAK, und ersetzt die Rechnung nicht.
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CONTRL
#Syntax and Service Report
Syntaxquittung. Sie meldet dem Absender, ob eine Übertragungsdatei formal lesbar war. In der Sparte Strom sendet der Empfänger sie nur bei einem Syntaxfehler; die Datei gilt dann als nicht zugegangen, und eine ausbleibende CONTRL ist der Normalfall. In Gas quittiert jede Datei mit einer CONTRL. Über die fachliche Verarbeitung sagt sie nichts, dafür gibt es die APERAK.
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D3 Begriffe
Differenzbilanzkreis
#Bilanzkreis, den Verteilnetzbetreiber mit mindestens 100.000 angeschlossenen Kunden führen müssen. Er erfasst ausschließlich die Abweichungen aller Letztverbraucher und Erzeugungsanlagen, die mit Profilverfahren bilanziert werden; Letztverbraucher selbst werden darin nicht bilanziert. Die Ergebnisse veröffentlicht der Netzbetreiber jährlich. Die Netzverluste weist die MaBiS als eigene Verlustzeitreihe aus.
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Direktvermarktung
#Auch: Marktprämie, Direktvermarkter
Verkauf von Strom aus EEG-Anlagen an Dritte, in der Regel über einen Direktvermarkter an der Börse. Für neue Anlagen über 100 kW ist sie Pflicht. Der Betreiber erhält den Markterlös und vom Netzbetreiber zusätzlich die Marktprämie, die die Differenz zum anzulegenden Wert ausgleicht.
Marktrollen & Regulierung
Dynamischer Stromtarif
#Tarif, dessen Arbeitspreis den Preisen am Spotmarkt folgt, meist stündlich oder viertelstündlich. Er setzt ein intelligentes Messsystem voraus, weil der Verbrauch je Intervall bekannt sein muss. Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Stromlieferanten einen solchen Tarif anbieten.
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E19 Begriffe
EDI@Energy
#Arbeitsgruppe und Dokumentensammlung, in der die Nachrichtenformate der deutschen Marktkommunikation gepflegt werden: Nachrichtenbeschreibungen, Anwendungshandbücher, Codelisten und Entscheidungsbäume. Verbindlich werden die Dokumente durch die Festlegungen der Bundesnetzagentur, sobald sie konsultiert und von ihr veröffentlicht sind; ihre Mitteilungen zu den Datenformaten veröffentlichen die Fassungen. Der BDEW stellt die Dokumente auf bdew-mako.de/edi-energy bereit, die frühere Adresse edi-energy.de leitet dorthin um.
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EDIFACT
#Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport
Auch: UN/EDIFACT, Übertragungsdatei
Standard der Vereinten Nationen für den elektronischen Austausch von Geschäftsdaten und das Format der deutschen Marktkommunikation. Eine Übertragungsdatei (UNB bis UNZ) enthält eine oder mehrere Nachrichten (UNH bis UNT), jede Nachricht besteht aus Segmenten und Datenelementen.
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EEG
#Erneuerbare-Energien-Gesetz
Gesetz für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Es gibt Anlagenbetreibern Anspruch auf vorrangigen Netzanschluss, Abnahme des Stroms und eine Förderung über Einspeisevergütung oder Marktprämie. Die Förderkosten trägt seit 2023 der Bundeshaushalt, eine EEG-Umlage auf der Stromrechnung gibt es nicht mehr.
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EIC
#Energy Identification Code
Europaweit einheitlicher, 16-stelliger Code für Objekte und Akteure des Energiemarkts. In Deutschland tragen unter anderem Bilanzkreise, Bilanzierungsgebiete und Regelzonen einen EIC. Marktpartner der Marktkommunikation werden dagegen über die MP-ID identifiziert.
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Eichfrist
#Auch: Nacheichung, Eichung
Zeitraum, in dem ein Messgerät für die Abrechnung verwendet werden darf. Bei elektronischen Stromzählern beträgt sie acht Jahre, bei mechanischen Zählern je nach Bauart zwölf oder sechzehn Jahre. Sie beginnt mit dem Inverkehrbringen und kann über ein Stichprobenverfahren verlängert werden.
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Eigenverbrauch
#Auch: Überschusseinspeisung, Volleinspeisung
Strom aus der eigenen Erzeugungsanlage, der direkt hinter dem Netzanschluss verbraucht wird und das öffentliche Netz nicht berührt. Bei der Überschusseinspeisung fließt nur der nicht selbst genutzte Rest ins Netz. Bei der Volleinspeisung geht die gesamte Erzeugung ins Netz.
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Einspeisevergütung
#Fester Betrag je eingespeister Kilowattstunde, den der Netzbetreiber für Strom aus kleineren EEG-Anlagen zahlt, in der Regel bis 100 kW und für 20 Jahre. Der Netzbetreiber nimmt den Strom ab und vermarktet ihn. Größere Anlagen müssen in die Direktvermarktung.
Marktrollen & Regulierung
Einzug und Auszug
#Auch: Einzug, Auszug, Umzug
Kundenanlass, bei dem eine Person eine Verbrauchsstelle übernimmt oder aufgibt. Daraus folgen ein Vertragsbeginn oder Vertragsende und im Markt ein Lieferbeginn oder Lieferende an der Marktlokation. In SAP IS-U legt der Einzug den Vertrag zur Anlage an, der Auszug beendet ihn und löst die Schlussabrechnung aus.
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EnergiedatenmanagementEDM
#Verwaltung von Zeitreihen: Messwerte übernehmen, prüfen, mit Status versehen, historisieren und zu Mengen für Abrechnung, Bilanzierung und Prognose verdichten. In SAP IS-U ist EDM die Komponente für Profile und Lastgänge, auf der RLM-Abrechnung und Bilanzierung aufsetzen.
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EnergieserviceanbieterESA
#Vom Anschlussnutzer beauftragter Dritter, der Messwerte beim Messstellenbetreiber abruft und für den Kunden auswertet. Der ESA misst nicht selbst, betreibt kein Netz und liefert keine Energie. Seine Berechtigung beruht allein auf der Einwilligung des Anschlussnutzers.
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Energy Sharing
#Auch: Energiesharing, Gemeinsame Nutzung
Gemeinsame Nutzung von Strom aus einer Erneuerbare-Energien-Anlage über das öffentliche Netz. Die Teilnehmer erhalten nach einem Aufteilungsschlüssel einen Anteil an der zeitgleichen Erzeugung. Bezug und Erzeugung müssen viertelstündlich gemessen werden. Für den Reststrom bleibt der eigene Lieferant.
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Engpassmanagement
#Alle Maßnahmen, mit denen ein Netzbetreiber die Überlastung von Leitungen und Transformatoren verhindert. Dazu zählen Schaltungen im Netz, Redispatch und in der Niederspannung die Steuerung nach § 14a EnWG. Dauerhaft löst nur der Netzausbau einen Engpass.
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Entflechtung
#Auch: Unbundling
Trennung des Netzbetriebs von Erzeugung und Vertrieb innerhalb eines Unternehmens. Der Netzbetreiber muss alle Lieferanten gleich behandeln und darf dem eigenen Vertrieb keine Informationsvorteile geben. Deshalb führen integrierte Versorger Netz und Vertrieb in getrennten Rollen, oft in getrennten Systemen oder Mandanten.
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Entnahmestelle
#Ort, an dem ein Letztverbraucher, ein Weiterverteiler oder eine nachgelagerte Netzebene Strom aus dem Netz entnimmt. Der Begriff stammt aus dem Netzzugangs- und Entgeltrecht. In der Marktkommunikation übernimmt die Marktlokation diese Rolle als eindeutig identifiziertes Objekt.
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EntscheidungsbaumdiagrammEBD
#Vorgegebener Prüfweg, den der Empfänger einer Nachricht Schritt für Schritt durchläuft. Am Ende jedes Pfads steht ein Ergebnis, bei einer Ablehnung mit einem festen Antwortcode. So lehnen alle Marktpartner denselben Fehler mit demselben Code ab.
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EnWG
#Energiewirtschaftsgesetz
Rahmengesetz für die leitungsgebundene Versorgung mit Strom und Gas. Es regelt Netzanschluss und Netzzugang, die Entflechtung, die Aufgaben der Netzbetreiber, Grund- und Ersatzversorgung sowie Vorgaben für Lieferverträge und Rechnungen. Verordnungen und Festlegungen der Bundesnetzagentur füllen es aus.
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§ 14a EnWG
#Auch: 14a EnWG, Netzorientierte Steuerung, Dimmen
Regelung zur netzorientierten Steuerung in der Niederspannung. Seit dem 1. Januar 2024 muss der Netzbetreiber neue steuerbare Verbrauchseinrichtungen anschließen und darf ihren Netzbezug im Engpassfall vorübergehend drosseln. Mindestens 4,2 kW bleiben dabei immer verfügbar. Im Gegenzug sinkt das Netzentgelt: pauschal (Modul 1) oder mit einem Arbeitspreis von 40 Prozent bei separater Marktlokation (Modul 2, alternativ zu Modul 1). Ergänzend zu Modul 1 gibt es seit 1. April 2025 ein zeitvariables Netzentgelt mit drei Tarifstufen (Modul 3); die Zeitfenster der Stufen legt der Netzbetreiber jährlich fest und weist sie im Preisblatt aus.
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Ersatzversorgung
#Gesetzliche Auffanglösung, wenn ein Letztverbraucher Strom entnimmt, ohne dass die Entnahme einem Liefervertrag zugeordnet werden kann, zum Beispiel nach der Insolvenz des Lieferanten. Der Grundversorger liefert dann kraft Gesetzes, längstens drei Monate. Im Marktprozess ordnet der Netzbetreiber die Marktlokation dem Ersatz- und Grundversorger zu.
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Ersatzwert
#Auch: Ersatzwertbildung
Rechnerisch gebildeter Wert, der einen fehlenden oder unplausiblen Messwert ersetzt. Der Messstellenbetreiber bildet ihn nach anerkannten Verfahren, etwa aus Vergleichszeiträumen oder durch Interpolation, und kennzeichnet ihn im Status. Ein Ersatzwert ist abrechnungsrelevant, bis ein wahrer Wert ihn ablöst.
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F5 Begriffe
Fahrplan
#Auch: Fahrplananmeldung, Fahrplanmanagement
Anmeldung, welche Energiemenge je Viertelstunde zwischen zwei Bilanzkreisen ausgetauscht wird. Der Bilanzkreisverantwortliche meldet die Fahrpläne für den Folgetag bis 14:30 Uhr des Vortages beim Übertragungsnetzbetreiber an (Day-Ahead). Änderungen sind danach noch in der Intraday-Phase möglich, nachträgliche Meldungen folgen einem eigenen Verfahren. Der Fahrplan bildet den Handel ab, die Prognose die Erwartung und der Messwert das Ergebnis.
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Fakturierung
#Auch: Druckbeleg, Fakturierungsbeleg
Schritt nach der Abrechnung. Die Fakturierung fasst Abrechnungsbelege eines Vertragskontos zusammen, rechnet Steuern, verrechnet Abschläge und erzeugt den Druckbeleg. Zugleich bucht sie die Forderung im Vertragskontokorrent.
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Festlegung
#Auch: Beschlusskammer, BK6, BK7, BK8
Verbindliche Entscheidung der Bundesnetzagentur, die für alle betroffenen Marktteilnehmer gilt. GPKE, WiM und MaBiS sind Festlegungen der Beschlusskammer 6 (Netzzugang Strom). Die Beschlusskammer 7 regelt den Gasnetzzugang, die Beschlusskammer 8 die Netzentgelte Strom. Das Aktenzeichen, etwa BK6-24-174, benennt das Verfahren.
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FI-CA
#Vertragskontokorrent (Contract Accounts Receivable and Payable)
Auch: Vertragskontokorrent, Offener Posten
Nebenbuch für das Massengeschäft mit Kunden. FI-CA führt jede Forderung und jede Zahlung als offenen Posten je Vertragskonto, gleicht Zahlungen aus, mahnt und übergibt verdichtete Summen an das Hauptbuch. Die Abrechnung erzeugt den Betrag, FI-CA macht daraus die Forderung.
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Formatwechsel
#Auch: Versionswechsel, Formatumstellung
Stichtag, zu dem neue Versionen von Nachrichtenbeschreibungen, Anwendungshandbüchern und Codelisten für alle Marktpartner gelten. Üblich sind der 1. April und der 1. Oktober. Ab dem Stichtag werden Nachrichten nach alter Version abgelehnt, alle Systeme müssen gleichzeitig umstellen.
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G13 Begriffe
GaBi Gas
#Bilanzierung Gas
Festlegung der Bundesnetzagentur zur Gasbilanzierung. Sie regelt, wie der Marktgebietsverantwortliche Gasmengen den Bilanzkreisen zuordnet und Abweichungen als Ausgleichsenergie abrechnet. Bilanziert wird je Gastag. Je nach Messung und Größe fällt eine Marktlokation in die Fallgruppe SLP, RLMmT oder RLMoT.
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Gastag
#Bilanzierungsperiode im Gas: 24 Stunden von 06:00 Uhr bis 06:00 Uhr des Folgetags. Im Strom wird je Viertelstunde bilanziert, im Gas je Gastag. An den Tagen der Zeitumstellung hat der Gastag 23 oder 25 Stunden.
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GeLi Gas
#Geschäftsprozesse Lieferantenwechsel Gas
Gegenstück zur GPKE in der Sparte Gas. Die Festlegung der Beschlusskammer 7 regelt Lieferbeginn, Lieferende und Stammdatenaustausch für Gas. Die Bilanzierung im Gas folgt eigenen Regeln (GaBi Gas) mit dem Marktgebietsverantwortlichen an der Stelle des Übertragungsnetzbetreibers.
Gas: Netz, Markt & Abrechnung
Gemeinschaftliche GebäudeversorgungGGV
#Modell, bei dem Bewohner eines Gebäudes den Strom einer Gebäudeanlage anteilig nutzen. Anders als beim Mieterstrom muss der Betreiber keine Vollversorgung übernehmen: Jeder Teilnehmer behält für den Reststrom seinen eigenen Lieferanten. Voraussetzung ist eine viertelstündliche Messung.
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Gerät (SAP IS-U)
#Auch: Equipment, Geräteeinbau
Einzelner Zähler, Wandler oder ein anderes Messgerät mit Serialnummer, geführt als Equipment. Der technische Einbau ordnet das Gerät einem Geräteplatz zu, der abrechnungstechnische Einbau seine Zählwerke einer Anlage. Beide Schritte sind zeitabhängig und bleiben historisch nachvollziehbar.
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Geräteplatz
#Ort im Anschlussobjekt, an dem Geräte eingebaut sind, zum Beispiel der Zählerschrank im Keller. Er ist spartenunabhängig und beschreibt nur den Einbauort. Welche Anlage das Gerät abrechnet, legt der abrechnungstechnische Einbau fest.
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Gerätewechsel
#Auch: Zählerwechsel
Austausch einer Messeinrichtung an einer bestehenden Messlokation. Festgehalten werden Ausbaustand des alten und Einbaustand des neuen Geräts sowie der Wechselzeitpunkt. Messlokation, Marktlokation und Liefervertrag bleiben unverändert, nur die Gerätedaten wechseln.
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GeschäftspartnerGP
#Stammsatz für eine Person oder Organisation in SAP. Der Geschäftspartner sagt, wer jemand ist, mit Name, Adresse und Rollen. Eine Versorgungsbeziehung entsteht erst über Vertragskonto und Vertrag. Ein Geschäftspartner kann mehrere Vertragskonten haben.
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GPKE
#Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität
Festlegung der Bundesnetzagentur, die regelt, welcher Lieferant eine Marktlokation ab wann beliefert und welche Schritte dafür zwischen den Marktpartnern laufen. Sie umfasst vier Teile: Einführung, Zuordnungsprozesse, Konfigurationen und Stammdaten. Seit dem 6. Juni 2025 gilt die Fassung mit dem Lieferantenwechsel in 24 Stunden.
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Grundpreis
#Fester Betrag je Monat oder Jahr, unabhängig vom Verbrauch. Er deckt verbrauchsunabhängige Kosten wie Abrechnung, Vertrieb und in vielen Tarifen den Messstellenbetrieb.
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Grundversorger
#Das Energieversorgungsunternehmen, das in einem Netzgebiet der allgemeinen Versorgung die meisten Haushaltskunden beliefert. Der Netzbetreiber stellt alle drei Jahre fest, wer das ist. Der Grundversorger muss jeden Haushaltskunden zu veröffentlichten Allgemeinen Preisen versorgen und übernimmt auch die Ersatzversorgung.
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Grundversorgung
#Belieferung von Haushaltskunden durch den Grundversorger zu veröffentlichten Allgemeinen Preisen und Bedingungen. Der Vertrag kommt auch zustande, wenn ein Haushaltskunde ohne anderen Vertrag Strom entnimmt. Er läuft unbefristet und ist mit zwei Wochen Frist kündbar.
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Grundzuständiger MessstellenbetreibergMSB
#Messstellenbetreiber, der kraft Gesetzes zuständig ist, solange niemand einen anderen beauftragt. In der Regel ist das der Betreiber des örtlichen Verteilnetzes. Er trägt die Pflicht zum Rollout und ist an die gesetzlichen Preisobergrenzen gebunden.
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H3 Begriffe
HAN-Schnittstelle
#Auch: HAN, Home Area Network
Lokale Schnittstelle des Smart-Meter-Gateways beim Anschlussnutzer. Über sie liest der Kunde seine eigenen Werte, und Servicetechniker greifen auf das Gateway zu. Die lokale Nutzung löst keinen Marktprozess aus. Der Austausch mit Lieferant und Netzbetreiber läuft über die WAN-Schnittstelle.
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Hochrechnung
#Auch: Schätzung, Verbrauchsschätzung, Abgrenzung
Rechnerische Ermittlung eines Zählerstands oder Verbrauchs, wenn keine Ablesung vorliegt, etwa zum Stichtag einer Preisänderung. Grundlage sind Vorjahresverbrauch, benachbarte Stände oder das Lastprofil. Die Rechnung muss erkennen lassen, dass ein Wert geschätzt wurde.
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HT/NT
#Hochtarif und Niedertarif
Auch: Zeitvariabler Tarif, Schwachlasttarif, Doppeltarif
Zeitvariabler Tarif mit zwei festen Preisstufen. Der Zähler führt zwei Zählwerke, eines für die Hochtarifzeit und eines für die Niedertarifzeit, die Umschaltung folgt festen Zeiten. Beim dynamischen Tarif schwankt der Preis dagegen mit dem Markt.
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I7 Begriffe
IDEX
#SAP Intercompany Data Exchange, deutsche Erweiterung
Auch: IDE, Intercompany Data Exchange, IDEX-GE
Komponente von SAP IS-U für den deregulierten Datenaustausch. IDE liefert die Grundfunktionen wie Serviceanbieter, Zählpunkt und Wechselbeleg. Die deutsche Erweiterung IDEX bildet darauf die Prozesse der GPKE, WiM und MaBiS mit den jeweils gültigen Formaten ab.
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IDoc
#Intermediate Document
Nachrichtencontainer von SAP für den asynchronen Datenaustausch. Ein IDoc besteht aus Kontrollsatz, Datensegmenten und Statussätzen. In der Marktkommunikation ist es die interne Form einer EDIFACT-Nachricht. Ein erfolgreich übertragenes IDoc ist noch kein fachlich verarbeiteter Vorgang.
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IFTSTA
#International Multimodal Status Report
Statusmeldung. In der Marktkommunikation meldet sie den Bearbeitungsstand eines Vorgangs an den Marktpartner, ohne selbst Stammdaten oder Messwerte zu transportieren.
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Individuelles Netzentgelt
#Auch: Atypische Netznutzung
Verringertes Netzentgelt für Letztverbraucher mit besonderem Abnahmeverhalten. Es gilt, wenn die eigene Höchstlast vorhersehbar außerhalb der Hochlastzeit des Netzes liegt (atypische Netznutzung) oder wenn sehr gleichmäßig und viel Strom bezogen wird. Die Mindereinnahmen werden über den „Aufschlag für besondere Netznutzung“ (bis 2024 „§-19-StromNEV-Umlage“) auf alle Letztverbraucher verteilt. § 19 StromNEV gilt bis 31.12.2028; ob und wie Bandlast und atypische Netznutzung danach weiterlaufen, soll die Festlegung AgNes regeln (bisher Entwurf).
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INSRPT
#Inspection Report
Prüfbericht. Mit der INSRPT wird eine Störung an einer Messlokation an den Messstellenbetreiber gemeldet. Dieser bestätigt oder lehnt die Meldung ab und teilt später das Ergebnis der Behebung mit.
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Intelligentes MesssystemiMSys
#Auch: Smart Meter
Moderne Messeinrichtung, die über ein Smart-Meter-Gateway sicher in ein Kommunikationsnetz eingebunden ist. Das Gateway übermittelt die Werte an die berechtigten Stellen und kann Steuerbefehle weitergeben. Der grundzuständige Messstellenbetreiber muss ihn, soweit wirtschaftlich vertretbar, bei mehr als 6.000 kWh Jahresverbrauch einbauen. Bei Vereinbarungen nach § 14a EnWG und bei Erzeugungsanlagen über 7 kW kommt eine Steuerungseinrichtung hinzu. Die Fristen laufen als Quoten nach § 45 MsbG.
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INVOIC
#Invoice
Nachrichtentyp für Rechnungen zwischen Marktpartnern, zum Beispiel die Netznutzungsrechnung des Netzbetreibers, die Rechnung des Messstellenbetreibers oder die Mehr- und Mindermengenabrechnung. Der Empfänger antwortet mit einer REMADV.
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J1 Begriff
JahresverbrauchsprognoseJVP
#Vom Netzbetreiber geschätzter Verbrauch einer Marktlokation für ein Jahr. Mit ihr wird das Standardlastprofil auf die einzelne Marktlokation skaliert. Der Lieferant nutzt sie für Beschaffung und Abschläge. Nach jeder Ablesung wird sie angepasst.
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K5 Begriffe
Klärfall
#Vorgang, den ein Marktprozess nicht automatisch abschließen kann, weil Stammdaten fehlen, Zuordnungen sich widersprechen oder eine Antwort ausbleibt. Ein Sachbearbeiter muss Ursache, Zuständigkeit und nächsten Schritt klären, bevor der Prozess weiterläuft. Die Fristen des Marktprozesses laufen währenddessen weiter.
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KonzessionsabgabeKA
#Entgelt an die Gemeinde dafür, dass der Netzbetreiber öffentliche Wege für seine Leitungen nutzen darf. Der Netzbetreiber zahlt sie an die Gemeinde und rechnet sie über das Netzentgelt ab; sie ist in Netzzugangsentgelten und Tarifen auszuweisen. Die Höchstsätze je Kilowattstunde hängen von der Einwohnerzahl der Gemeinde und der Art der Belieferung ab (Tarifkunde, Schwachlast, Sondervertragskunde).
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Kraft-Wärme-KopplungKWK
#Gleichzeitige Erzeugung von Strom und nutzbarer Wärme in einer Anlage, zum Beispiel in einem Blockheizkraftwerk. Der Brennstoff wird dadurch besser ausgenutzt als bei getrennter Erzeugung. Das KWKG fördert den Strom aus hocheffizienten Anlagen mit einem Zuschlag je Kilowattstunde.
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Kundenanlage
#Energieanlagen hinter dem Netzanschluss, die Strom an die dort angeschlossenen Verbraucher weiterleiten und nach § 3 Nr. 65 und 66 EnWG nicht als Netz gelten, zum Beispiel die Verteilung in einem Mehrfamilienhaus. Seit EuGH C-293/23 (28.11.2024) und BGH EnVR 83/20 (13.05.2025) liegt eine Kundenanlage nur vor, wenn sie kein Verteilernetz ist; Leitungen zum Verkauf an Endkunden sind Netz. Für bis zum 23.12.2025 angeschlossene Bestandsanlagen gelten die Regulierungsvorgaben nach § 118 Abs. 7 EnWG erst ab dem 01.01.2029.
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Kündigung
#In der GPKE ein eigener Prozess zwischen neuem und altem Lieferanten: Der neue Lieferant kündigt im Auftrag des Kunden dessen bisherigen Vertrag. Der Netzbetreiber ist nicht beteiligt. Nach bestätigter Kündigung meldet der alte Lieferant das Lieferende beim Netzbetreiber.
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L11 Begriffe
Lastgang
#Zeitreihe gemessener Leistungsmittelwerte oder Energiemengen je Messintervall, im Strom je Viertelstunde. Er zeigt, wann und mit welcher Leistung eine Marktlokation Strom bezieht oder einspeist. Ein Lastprofil ist dagegen ein typischer, angenommener Verlauf und keine Messung.
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Lastprognose
#Zeitaufgelöste Schätzung des künftigen Strombedarfs eines Kunden, eines Portfolios oder eines Bilanzkreises. Aus ihr leitet der Lieferant Beschaffung und Fahrpläne ab. Weicht der tatsächliche Verbrauch ab, entsteht Ausgleichsenergie.
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Leistungspreis
#Preis je Kilowatt der höchsten Leistung, die ein Kunde im Abrechnungszeitraum bezogen hat. Er gilt bei Kunden mit registrierender Leistungsmessung und ist Teil des Netzentgelts. Eine einzige hohe Viertelstunde im Jahr bestimmt den Betrag.
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Letztverbraucher
#Auch: Haushaltskunde
Natürliche oder juristische Person, die Energie für den eigenen Verbrauch kauft. Haushaltskunden sind die Teilgruppe, die Energie überwiegend für den Eigenverbrauch im Haushalt bezieht oder für berufliche Zwecke bis 10.000 kWh im Jahr. Für sie gelten besondere Schutzregeln wie die Grundversorgung.
Marktrollen & Regulierung
LFW24
#Lieferantenwechsel in 24 Stunden
Seit dem 6. Juni 2025 muss der technische Vorgang des Stromlieferantenwechsels an jedem Werktag binnen 24 Stunden abgeschlossen sein. Der Lieferant ermittelt die MaLo-ID vorab, die Fristen für An- und Abmeldung sind stark verkürzt. Rückwirkende An- und Abmeldungen gibt es nicht mehr.
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LieferantLF
#Auch: Stromlieferant, Energielieferant, LFN, LFA
Marktrolle, die Letztverbraucher mit Energie beliefert. Der Lieferant ist Vertragspartner des Kunden, meldet die Belieferung beim Netzbetreiber an, ordnet die Marktlokation einem Bilanzkreis zu und stellt die Rechnung. In den Prozessen heißt der neue Lieferant LFN, der bisherige LFA.
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Lieferantenwechsel
#Vorgang, bei dem eine Marktlokation von einem Lieferanten zu einem anderen übergeht. Der neue Lieferant kündigt in der Regel den alten Vertrag und meldet den Lieferbeginn beim Netzbetreiber an, der Netzbetreiber prüft und ordnet zu. Zähler, Netzanschluss und Marktlokations-ID bleiben gleich.
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Lieferbeginn
#Auch: Anmeldung, Zuordnungsbeginn
Zeitpunkt, ab dem ein Lieferant einer Marktlokation zugeordnet ist und sie beliefert. Er entsteht durch den Marktprozess: Der Lieferant meldet an, der Netzbetreiber prüft und bestätigt. Der Zuordnungsbeginn liegt immer auf 00:00 Uhr eines Tages. Der Vertrag mit dem Kunden allein löst keinen Lieferbeginn aus.
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Lieferende
#Auch: Abmeldung, Zuordnungsende
Zeitpunkt, zu dem die Zuordnung eines Lieferanten zu einer Marktlokation endet. Der Lieferant meldet es dem Netzbetreiber, etwa nach Kündigung oder Auszug, oder der Netzbetreiber teilt es dem Lieferanten mit. Zieht ein Kunde am 14. aus, ist das Zuordnungsende der 15. um 00:00 Uhr.
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Liefervertrag
#Auch: Stromliefervertrag, Sondervertrag
Vertrag zwischen Kunde und Lieferant über die Belieferung einer Marktlokation mit Energie. Er regelt Preis, Laufzeit, Kündigung und Abrechnung. Außerhalb der Grundversorgung spricht man vom Sondervertrag. Der Vertrag allein startet die Belieferung nicht, dazu braucht es die Anmeldung beim Netzbetreiber.
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Lokationsbündel
#Alle Markt- und Messlokationen, die an einer Anschlusssituation messtechnisch zusammengehören, samt Netzlokation und Ressourcen. Der Netzbetreiber bildet das Bündel. Es hat keine eigene Kennung, übermittelt werden die enthaltenen IDs. Der Messstellenbetreiber erkennt daran den vollen Umfang seines Auftrags.
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M28 Begriffe
MaBiS
#Marktregeln für die Durchführung der Bilanzkreisabrechnung Strom
Festlegung der Bundesnetzagentur, die regelt, wie aus Messwerten bilanzierungsrelevante Zeitreihen werden und wie die Bilanzkreise abgerechnet werden. Sie beschreibt Datenflüsse, Fristen und Prüfungen zwischen Netzbetreibern, Lieferanten, Bilanzkreisverantwortlichen und Bilanzkoordinator.
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MaBiS-Hub
#Zielbild der Bundesnetzagentur für eine zentrale Stelle, die bilanzierungsrelevante Daten bündelt, aggregiert und die Bilanzkreisabrechnung erstellt. Heute erledigen das viele Netzbetreiber dezentral. Das Festlegungsverfahren läuft seit Oktober 2024, der Hub ist noch nicht in Betrieb.
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Mahnung
#Auch: Mahnwesen, Mahnverfahren, Zahlungsverzug
Zahlungserinnerung nach Fälligkeit einer Rechnung oder eines Abschlags. Das Mahnwesen läuft in Stufen bis zur Sperrandrohung. In SAP IS-U steuert das Mahnverfahren am Vertragskonto, welche Stufen mit welchen Fristen und Gebühren folgen.
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MarktgebietsverantwortlicherMGV
#Auch: Trading Hub Europe, THE
Marktrolle im Gas, die das Marktgebiet führt: Sie verwaltet die Bilanzkreise, nimmt die Allokationsmeldungen der Netzbetreiber entgegen und rechnet Ausgleichsenergie ab. Deutschland hat ein Marktgebiet; Marktgebietsverantwortlicher ist die Trading Hub Europe GmbH (THE). Im Strom liegt die vergleichbare Aufgabe beim Übertragungsnetzbetreiber.
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MarktkommunikationMaKo
#Standardisierter elektronischer Datenaustausch zwischen den Marktrollen im Energiemarkt. Sie besteht aus Prozessvorgaben der Bundesnetzagentur, festen Fristen, Nachrichtenformaten und Prüfregeln. So verarbeiten alle Beteiligten einen Lieferantenwechsel, einen Zählerwechsel oder Messwerte auf dieselbe Weise.
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MarktlokationMaLo
#Auch: MaLo-ID, Marktlokations-ID
Ort, an dem Energie verbraucht oder erzeugt wird und an dem Belieferung, Bilanzierung und Netznutzungsabrechnung ansetzen. Jede Marktlokation ist über mindestens eine Leitung mit dem Netz verbunden und trägt eine elfstellige, unveränderliche MaLo-ID. Sie ist ein Marktobjekt und kein Gerät: Gemessen wird an der Messlokation.
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Marktpartner
#Unternehmen, das in einer bestimmten Marktrolle am elektronischen Datenaustausch teilnimmt. Der Marktpartner ist vom Vertragspartner zu trennen: Der Netzbetreiber ist Marktpartner des Lieferanten, aber meist kein Vertragspartner des Kunden für die Stromlieferung.
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Marktrolle
#Fachliche Funktion im Energiemarkt mit festgelegten Aufgaben, etwa Lieferant, Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber. Marktkommunikation läuft zwischen Rollen und nicht zwischen Unternehmen. Ein Stadtwerk kann mehrere Rollen zugleich haben und tritt dann in jeder mit einer eigenen Marktpartner-ID auf.
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MarktstammdatenregisterMaStR
#Zentrales Register der Bundesnetzagentur für Anlagen und Akteure des Strom- und Gasmarkts. Betreiber müssen Erzeugungsanlagen und Speicher innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme eintragen. Auch Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Lieferanten sind registriert. Fehlt der Eintrag, zahlt der Anlagenbetreiber nach § 52 EEG je Monat des Verstoßes 10 Euro je kW an den Netzbetreiber, rückwirkend nach Nachholung 2 Euro.
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Mehr- und MindermengenabrechnungMMMA
#Auch: Mehrmenge, Mindermenge
Ausgleich zwischen Netzbetreiber und Lieferant für Marktlokationen mit Standardlastprofil. Abgerechnet wird die Differenz zwischen der über das Profil bilanzierten und der später abgelesenen Menge. Hat der Kunde weniger verbraucht als bilanziert, vergütet der Netzbetreiber dem Lieferanten die Mehrmenge; hat er mehr verbraucht, stellt er die Mindermenge in Rechnung. Im Gas rechnet der Ausspeisenetzbetreiber die SLP-Mehr- und Mindermengen mindestens jährlich oder am Ende des Vertragszeitraums mit den Transportkunden zu einem Arbeitspreis ab.
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Mengenumwerter
#Gerät in der Gasmessanlage, das aus dem gemessenen Betriebsvolumen das Volumen im Normzustand rechnet. Es erfasst dafür Druck und Temperatur des Gases am Messort. Geeicht und für die Abrechnung maßgeblich sind die Hauptzählwerke für Betriebsvolumen und Normvolumen.
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Messeinrichtung
#Auch: Zähler, Stromzähler
Das Messgerät, das allein oder mit anderen Geräten Messwerte gewinnt, im Alltag der Zähler. Zur Messeinrichtung können Wandler und Zusatzgeräte gehören. Sie ist das Gerät an der Messlokation und wird bei einem Gerätewechsel getauscht, die Messlokation bleibt.
Messwesen & Smart Metering
Messkonzept
#Festlegung, an welchen Punkten einer Anlage welche Energieflüsse gemessen werden und wie daraus die Mengen für Bezug, Einspeisung und Eigenverbrauch entstehen. Es bestimmt Zahl und Anordnung der Zähler und die Berechnungsformel der Marktlokationen. Typische Fälle sind PV-Überschusseinspeisung, Kaskadenmessung und getrennte Messung für Wärmepumpen.
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MesslokationMeLo
#Auch: MeLo-ID, Messlokations-ID
Ort, an dem Energie gemessen wird, mit allen Einrichtungen zum Erfassen und Übermitteln der Messwerte. Sie ist der Bezugspunkt des Messstellenbetriebs. Ihre Kennung ist die 33-stellige Zählpunktbezeichnung, oft MeLo-ID genannt. Ein Zählerwechsel ändert die Messlokation nicht. Eine Marktlokation kann mehrere Messlokationen haben.
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Messprodukt
#Auch: Messinstanz
Standardisierte Beschreibung, welche Werte der Messstellenbetreiber zu einer Lokation liefert: Messgröße, Auflösung und Übermittlungsturnus. Marktpartner bestellen Messprodukte über die Marktkommunikation. In SAP ist das Messprodukt die Vorlage der Messinstanz, die für eine Anlage und ein Gerät die Tarifanwendungsfälle samt Parametern festhält.
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Messstelle
#Gesamtheit aller Mess-, Steuerungs- und Kommunikationseinrichtungen, mit denen an den Zählpunkten eines Anschlussnutzers Messdaten erhoben, verarbeitet und übermittelt werden. Der Begriff stammt aus dem Messstellenbetriebsgesetz. In der Marktkommunikation entspricht ihm die Messlokation.
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MessstellenbetreiberMSB
#Marktrolle, die Zähler und Messsysteme einbaut, betreibt und wartet, die Messwerte erhebt, aufbereitet und an die berechtigten Stellen übermittelt. Der Messstellenbetreiber liefert keine Energie und betreibt kein Netz. Ohne andere Wahl ist der grundzuständige Messstellenbetreiber zuständig.
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Messstellenbetreiberwechsel
#Übergang des Messstellenbetriebs an einer Messlokation auf einen anderen Messstellenbetreiber. Der Anschlussnutzer erklärt den Wechsel in Textform, alter und neuer Betreiber wickeln ihn über die WiM ab. Der Wechsel wirkt zu einem Stichtag um 00:00 Uhr. Liefervertrag und Netzanschluss sind nicht betroffen.
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Messstellenbetrieb
#Einbau, Betrieb und Wartung der Messstelle, dazu die mess- und eichrechtskonforme Messung und die Übermittlung der Messwerte. Beim intelligenten Messsystem gehört die Administration des Smart-Meter-Gateways dazu. Der Messstellenbetrieb ist vom Netzbetrieb und von der Energielieferung getrennt.
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Messstellenvertrag
#Vertrag über den Betrieb einer Messstelle. Der Messstellenbetreiber schließt ihn mit dem Anschlussnutzer oder Anschlussnehmer und auf Verlangen mit dem Lieferanten; mit dem Netzbetreiber besteht je Messstelle ein eigener Vertrag, bei fremden Messstellenbetreibern der Messstellenbetreiberrahmenvertrag. Er regelt Leistungen, Entgelte, Datenübermittlung und Haftung. Für den grundzuständigen Messstellenbetreiber gibt es seit dem 1. Juli 2026 Standardverträge der Bundesnetzagentur (MSV-AN und MSV-LF). Ist der Messstellenbetrieb Teil des Liefervertrags, entfällt der eigene Vertrag mit dem Kunden.
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Messwert
#Angabe über die Energiemenge, die ein Anschlussnutzer in einem Zeitraum entnommen, erzeugt oder eingespeist hat. Zu einem verwendbaren Messwert gehören Lokation, Messgröße (OBIS), Zeitbezug, Einheit und Status. Der Messstellenbetreiber erhebt die Werte und übermittelt sie als MSCONS.
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Messwertstatus
#Auch: Wahrer Wert, Vorläufiger Wert
Angabe, wie ein Messwert entstanden ist. Ein wahrer Wert stammt aus der Messeinrichtung, ein Ersatzwert wurde rechnerisch gebildet, ein vorläufiger Wert überbrückt eine Störung, bis der echte Wert vorliegt. Abrechnungsrelevant sind wahrer Wert und Ersatzwert. Der Status wird mit jedem Wert übermittelt.
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Mieterstrom
#Strom aus einer Anlage am oder im Gebäude, den der Betreiber ohne Nutzung des öffentlichen Netzes an die Bewohner liefert. Der Mieterstromanbieter ist Lieferant mit allen Pflichten und muss auch den Reststrom aus dem Netz bereitstellen. Für PV-Mieterstrom kann es den Mieterstromzuschlag geben.
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MIG
#Message Implementation Guide
Auch: Nachrichtenbeschreibung
Nachrichtenbeschreibung eines EDIFACT-Nachrichtentyps. Sie zeigt, welche Segmente und Datenelemente in welcher Reihenfolge vorkommen können, wie oft sie sich wiederholen und welche Formate gelten. Ob ein Feld in einem bestimmten Vorgang gefüllt sein muss, steht im Anwendungshandbuch.
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Moderne MesseinrichtungmME
#Digitaler Stromzähler, der den Verbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit anzeigt und sich in ein Kommunikationsnetz einbinden lässt. Für sich allein sendet er keine Werte und wird vor Ort abgelesen. Mit einem Smart-Meter-Gateway wird daraus ein intelligentes Messsystem.
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MP-ID
#Marktpartner-Identifikationsnummer
Auch: BDEW-Codenummer, Marktpartner-ID
13-stellige Kennung, mit der sich Sender und Empfänger einer Marktnachricht ausweisen. Im Strom ist das die BDEW-Codenummer, im Gas die DVGW-Codenummer. Ein Unternehmen hat je Marktrolle und Sparte eine eigene MP-ID.
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MsbG
#Messstellenbetriebsgesetz
Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen. Es regelt, wer Messstellen betreibt, wann intelligente Messsysteme eingebaut werden müssen, was der Betrieb höchstens kosten darf und welche Stelle welche Messwerte verarbeiten darf.
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MSCONS
#Metered Services Consumption Report
Nachrichtentyp für Messwerte und Energiemengen: Zählerstände, Lastgänge, Zählerstandsgänge und Summenzeitreihen. Jede Menge steht mit Lokation, OBIS-Kennzahl, Zeitraum und Status in der Nachricht.
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N12 Begriffe
NAV
#Niederspannungsanschlussverordnung
Verordnung über den Netzanschluss und dessen Nutzung in der Niederspannung. Sie regelt Rechte und Pflichten von Netzbetreiber, Anschlussnehmer und Anschlussnutzer, etwa Herstellung und Kosten des Anschlusses, Baukostenzuschuss und Unterbrechung. Für höhere Spannungsebenen gilt § 17 EnWG.
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Netzanschluss
#Auch: Netzanschlusspunkt, Hausanschluss
Der Netzanschluss verbindet die elektrische Anlage eines Anschlussnehmers mit dem Netz der allgemeinen Versorgung. In der Niederspannung beginnt er an der Abzweigstelle des Netzes und endet an der Hausanschlusssicherung. Er beschreibt die Technik, also Anschlusspunkt, Spannungsebene und zulässige Leistung. Wer darüber Strom liefert, regelt der Liefervertrag.
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Netzanschlussvertrag
#Auch: Anschlussnutzungsverhältnis
Vertrag zwischen Anschlussnehmer und Netzbetreiber über den physischen Anschluss an das Netz. Davon getrennt ist das Anschlussnutzungsverhältnis zwischen Anschlussnutzer und Netzbetreiber, das mit der Entnahme entsteht. Beide bleiben bei einem Lieferantenwechsel unverändert.
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NetzbetreiberNB
#Marktrolle, die ein Strom- oder Gasnetz betreibt und Kunden anschließt. In der Marktkommunikation führt der Netzbetreiber die Zuordnung der Lieferanten zu den Marktlokationen, bestätigt An- und Abmeldungen und rechnet die Netznutzung ab. Meist ist der Verteilnetzbetreiber gemeint.
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Netzbetreiberwechsel
#Übergang von Marktlokationen auf einen anderen Netzbetreiber, zum Beispiel nach einem Konzessionswechsel oder Netzverkauf. Liefervertrag und Marktlokations-ID bleiben bestehen. Es wechseln der zuständige Marktpartner, das Bilanzierungsgebiet und die Stammdaten in allen beteiligten Systemen.
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Netzebene
#Auch: Spannungsebene, Umspannebene
Das Stromnetz hat vier Spannungsebenen: Höchstspannung (380 und 220 kV), Hochspannung (110 kV), Mittelspannung und Niederspannung (400/230 V). Dazwischen liegen drei Umspannebenen, zusammen sind es sieben Netzebenen. Die Ebene, an der ein Kunde angeschlossen ist, bestimmt die Höhe seines Netzentgelts.
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Netzentgelt
#Auch: Netznutzungsentgelt, NNE
Entgelt für die Nutzung des Stromnetzes. Es deckt Betrieb, Instandhaltung und Ausbau der Netze und besteht je nach Kundengruppe aus Arbeitspreis, Leistungspreis und Grundpreis. Der Netzbetreiber stellt es meist dem Lieferanten in Rechnung, der es an den Kunden weitergibt. Es ist vom Energiepreis des Lieferanten getrennt.
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NetzentwicklungsplanNEP
#Bundesweiter Plan für den Ausbau des Übertragungsnetzes. Die vier Übertragungsnetzbetreiber berechnen, welche Leitungen und Anlagen in den betrachteten Zukunftsjahren nötig sind, die Bundesnetzagentur prüft und bestätigt den Plan. Verbindlich wird der Bedarf erst mit dem Bundesbedarfsplangesetz.
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Netzfrequenz
#Die Frequenz der Wechselspannung im Verbundnetz, in Kontinentaleuropa 50 Hertz. Sie zeigt an, ob gerade so viel Leistung eingespeist wie entnommen wird: Fehlt Einspeisung, sinkt die Frequenz, bei einem Überschuss steigt sie. Die Übertragungsnetzbetreiber halten sie mit Regelenergie am Sollwert.
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NetzlokationNeLo
#Auch: NeLo-ID, Netzlokations-ID
Marktobjekt für den Punkt im Netz, an dem eine oder mehrere Marktlokationen über genau eine Leitung angebunden sind. Die GPKE setzt sie mit dem Netzanschluss gleich. An der Netzlokation setzen die Abrechnung von Blindarbeit und die Vorgabe eines Leistungsverlaufs für alle Marktlokationen dahinter an.
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NetznutzungsabrechnungNNA
#Rechnung des Netzbetreibers an den Netznutzer, meist den Lieferanten, über Netzentgelte und weitere Entgeltbestandteile je Marktlokation. Sie geht als INVOIC ein, der Lieferant prüft sie und antwortet mit einer REMADV. Jede Position trägt eine Artikel-ID aus dem Preisblatt.
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NetznutzungsvertragNNV
#Auch: Lieferantenrahmenvertrag, LRV
Vertrag zwischen Netzbetreiber und Netznutzer über den Zugang zum Netz. Er regelt Entgelte, Bilanzkreiszuordnung, Datenaustausch und Abrechnung. Schließt ihn ein Lieferant für alle seine Kunden im Netzgebiet, heißt er Lieferantenrahmenvertrag (LRV). Die einzelnen Marktlokationen kommen dann über die Anmeldung in der Marktkommunikation hinzu.
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O4 Begriffe
OBIS-Kennzahl
#Auch: OBIS, Object Identification System
Genormter Code, der eine Messgröße eindeutig benennt: Medium, Messgröße, Messart und Tarifstufe. 1-0:1.8.0 ist der Zählerstand der bezogenen Wirkarbeit, 1-0:2.8.0 der der eingespeisten. Die 0 vor dem Doppelpunkt ist der Kanal und kein Festwert; er kann von 0 bis 65 reichen. In der MSCONS sagt die OBIS-Kennzahl, was ein Wert bedeutet.
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Operand
#Rechengröße der Abrechnung, zum Beispiel Menge, Preis, Leistung oder Faktor. Operanden erhalten ihre Werte aus Zählwerken, Anlagefakten oder Preisen und werden von den Variantenprogrammen der Tarifschritte verarbeitet.
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ORDERS
#Purchase Order
Auch: REQOTE, QUOTES
Nachrichtentyp für Bestellungen und Anforderungen, etwa die Anforderung von Messwerten oder Stammdaten oder die Bestellung einer Leistung beim Messstellenbetreiber. Die Antwort kommt als ORDRSP, eine Stornierung als ORDCHG. Geht der Bestellung ein Angebot voraus, fragt REQOTE es an und QUOTES liefert es.
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ORDRSP
#Purchase Order Response
Auch: ORDCHG
Antwort auf eine ORDERS: Der Empfänger bestätigt die Bestellung oder Anforderung oder lehnt sie ab. Die verwandte ORDCHG storniert eine bereits ausgelöste Bestellung.
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P11 Begriffe
PARTIN
#Party Information
Nachrichtentyp, mit dem Marktpartner ihre Kommunikationsdaten austauschen: Ansprechpartner, Erreichbarkeiten und Adressen für die Abwicklung der Marktprozesse. Die Nachricht beschreibt den Marktpartner selbst und enthält keine Kunden- oder Lokationsdaten.
AHB, Formate & Datenaustausch
Plausibilisierung
#Prüfung, ob ein Messwert zum Messkontext passt: Stimmt er mit Vorwerten, Erwartungsbereich, Zählwerksüberlauf und Zeitraum überein? Unplausible Werte werden geklärt oder ersetzt. In SAP IS-U läuft die Prüfung bei der Erfassung des Ableseergebnisses gegen einen Erwartungswert.
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Portion
#Auch: Terminsteuerung, Terminsatz
Gruppe von Verträgen, die zum selben Termin abgerechnet werden. Die Portion verteilt die Jahresabrechnung über das Jahr. Ihr sind eine oder mehrere Ableseeinheiten zugeordnet. Die Terminsteuerung erzeugt daraus die Terminsätze für Ablesung, Abrechnung und Abschläge.
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Power-to-HeatPtH
#Umwandlung von Strom in Wärme, etwa mit Heizstab, Elektrodenkessel oder Großwärmepumpe. In Verbindung mit einem Wärmespeicher oder Wärmenetz kann die Anlage ihren Strombezug zeitlich verschieben. Power-to-Heat ist eine Technik und kein eigener Tarif.
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Preisänderung
#Auch: Preisanpassung
Einseitige Änderung des Preises durch den Lieferanten für die Zukunft. Außerhalb der Grundversorgung muss er Haushaltskunden spätestens einen Monat vorher unterrichten, der Kunde darf dann ohne Frist kündigen. In der Abrechnung wird der Verbrauch am Stichtag geteilt und jede Teilmenge mit ihrem Preis bewertet.
Kunden, Tarife & AbrechnungMehr dazu
PreisobergrenzePOG
#Gesetzlicher Höchstbetrag, den der grundzuständige Messstellenbetreiber im Jahr für den Messstellenbetrieb verlangen darf. Die Höhe hängt von Verbrauch, Erzeugungsleistung und Art der Messeinrichtung ab. Bei intelligenten Messsystemen trägt der Netzbetreiber einen festen Anteil, den Rest zahlt der Anschlussnutzer.
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PRICAT
#Price Catalogue
Preisliste im EDIFACT-Format. Messstellenbetreiber und Netzbetreiber veröffentlichen damit ihre Preisblätter. Jede Position trägt eine Artikel-ID, auf die sich spätere Bestellungen und Rechnungen beziehen.
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Profil (SAP EDM)
#Auch: Profilkopf, Lastprofil in SAP
Zeitreihe im Energiedatenmanagement von SAP. Der Profilkopf legt Intervalllänge, Einheit und Profilart fest, die Profilwerte tragen Menge und Status je Intervall. Über eine Rolle wird das Profil einem Zählwerk oder einer Anlage zugeordnet.
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Prozessdokument
#Zentrales Überwachungsobjekt für einen Marktvorgang in den neueren SAP-Lösungen zur Marktkommunikation. Es hält fest, welcher Prozess läuft, welche Marktpartner und Objekte beteiligt sind und welche Nachrichten in welchem Schritt ausgetauscht wurden.
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PrüfidentifikatorPrüfi
#Auch: PID
Fünfstellige Kennung für eine konkrete Ausprägung eines Geschäftsvorfalls innerhalb eines Nachrichtentyps. Sie steht in der Nachricht und sagt dem Empfänger, nach welcher Spalte des Anwendungshandbuchs er prüfen muss. Der Prüfi ist weder Nachrichtentyp noch Fehlercode.
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Pseudonymisierung
#Auch: Pseudonym, Anonymisierung
Ersetzt den Bezug eines Messwerts zu einer Person durch eine alphanumerische Bezeichnung des Messorts. Die Werte bleiben personenbezogen, weil der Messstellenbetreiber die Zuordnung getrennt aufbewahrt und auflösen kann. Anonym sind Daten erst, wenn der Personenbezug nicht mehr herstellbar ist, etwa nach Aggregation von mindestens fünf Anschlussnutzern. Last- und Zählerstandsgänge von Letztverbrauchern bis 6.000 kWh ohne steuerbare Verbrauchseinrichtung und ohne EEG- oder KWK-Anlage müssen bei der Übermittlung an die Empfänger nach § 60 Abs. 3 MsbG pseudonymisiert werden.
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Q1 Begriff
R7 Begriffe
Redispatch
#Eingriff in die Fahrweise von Anlagen, damit eine Leitung oder ein Transformator nicht überlastet wird. Der Netzbetreiber senkt die Einspeisung vor dem Engpass und erhöht sie dahinter, die Gesamtmenge bleibt möglichst gleich. Redispatch sichert das Netz an einem bestimmten Ort. Regelenergie stabilisiert dagegen die Frequenz im ganzen System.
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Redispatch 2.0
#Auch: Einspeisemanagement
Seit dem 1. Oktober 2021 geltendes Verfahren, das auch Erneuerbare-Energien-Anlagen, KWK-Anlagen und Speicher ab 100 kW in den Redispatch einbezieht. Es hat das frühere Einspeisemanagement abgelöst. Die abgeregelte Menge gleicht der anweisende Netzbetreiber nur im Planwertmodell bilanziell aus; im Prognosemodell tut das bis Ende 2031 der Bilanzkreisverantwortliche des Lieferanten. Rechtsstand ist die Festlegung BK6-23-241 vom 07.05.2026.
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Regelenergie
#Auch: Regelleistung, Regelreserve, FCR, aFRR, mFRR, Systemdienstleistungen
Energie, mit der die Übertragungsnetzbetreiber kurzfristige Abweichungen zwischen Erzeugung und Verbrauch ausgleichen und die Frequenz bei 50 Hertz halten. Sie wird in drei Stufen beschafft: Primärregelleistung (FCR), Sekundärregelleistung (aFRR) und Minutenreserve (mFRR). Regelenergie ist eine Systemdienstleistung und der physische Ausgleich. Die Verrechnung mit den Bilanzkreisen läuft über die Ausgleichsenergie.
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Regelzone
#Gebiet, in dem ein Übertragungsnetzbetreiber für das Gleichgewicht von Erzeugung und Verbrauch und für den Einsatz von Regelenergie verantwortlich ist. Deutschland hat vier Regelzonen: 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW. Jedes Bilanzierungsgebiet und jeder Bilanzkreis gehört zu genau einer Regelzone.
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Registrierende LeistungsmessungRLM
#Messverfahren, das die Leistung fortlaufend je Viertelstunde erfasst und als Lastgang bereitstellt. Die Grenze von 100.000 kWh Jahresverbrauch steckt an drei Stellen: § 55 MsbG verlangt darüber eine Zählerstandsgangmessung oder, soweit erforderlich, RLM, das Netzentgelt kennt darunter in der Niederspannung nur einen Arbeitspreis, die GPKE bilanziert darunter grundsätzlich mit Profilen. RLM-Kunden werden mit gemessenen Werten bilanziert und zahlen im Netzentgelt neben dem Arbeitspreis einen Leistungspreis. Eine feste RLM-Pflicht ab 100.000 kWh gibt es nicht. Im Gas liegt die Grenze bei einer Ausspeiseleistung über 500 kWh/h oder einer Jahresentnahme über 1,5 Mio. kWh; die Tagesmenge geht dann je nach Fallgruppe als gleichmäßiges Tagesband (RLMmT) oder stundenscharf (RLMoT) in die Bilanz.
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REMADV
#Remittance Advice
Auch: Zahlungsavis
Zahlungsavis: Der Empfänger einer INVOIC meldet dem Rechnungssteller, ob er die Rechnung anerkennt und zahlt oder ganz oder teilweise ablehnt. Die REMADV ist weder die Rechnung noch der Zahlungsauftrag an die Bank.
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Rollout
#Auch: Pflichteinbau, Smart-Meter-Rollout
Gesetzlicher Fahrplan für die Ausstattung der Messstellen. Der grundzuständige Messstellenbetreiber muss in den Pflichtfällen intelligente Messsysteme einbauen und dabei gesetzliche Quoten erreichen. Für Verbraucher zwischen 6.000 und 100.000 kWh und nach § 14a EnWG waren bis Ende 2025 20 Prozent der Pflichtfälle auszustatten, danach folgen Stufen von 90 Prozent der jeweils neu auszustattenden Fälle (Ende 2026, 2028, 2030) bis zu 90 Prozent aller Pflichtfälle Ende 2032. Für Verbraucher über 100.000 kWh und Anlagen über 100 kW beginnt der Einbau spätestens 2028. Alle übrigen Messstellen erhalten bis Ende 2032 mindestens eine moderne Messeinrichtung.
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S17 Begriffe
SAP IS-U
#SAP Industry Solution Utilities
Auch: IS-U, SAP Utilities, SAP S/4HANA Utilities
Branchenlösung der SAP für Versorgungsunternehmen. Sie deckt Stammdaten, Geräteverwaltung, Ablesung, Abrechnung, Fakturierung, Vertragskontokorrent und Kundenservice ab. In SAP S/4HANA heißt die Lösung SAP S/4HANA Utilities, das Datenmodell ist im Kern dasselbe.
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Segment
#Auch: Segmentgruppe, Datenelement
Zeile einer EDIFACT-Nachricht mit einem dreistelligen Kennzeichen am Anfang, etwa NAD für Name und Adresse oder DTM für Datum und Zeit. Ein Segment besteht aus Datenelementen. Mehrere zusammengehörige Segmente bilden eine Segmentgruppe (SG), die sich wiederholen kann. Sie beginnt mit einem festen Segment, dem Trigger-Segment; ihre Nummer steht nur im MIG, nicht in der Nachricht.
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Serviceanbieter
#Auch: Serviceart, Serviceanbietervereinbarung
Abbildung eines Marktpartners in SAP IS-U. Der Serviceanbieter trägt die MP-ID als externe Nummer und eine Serviceart, die seine Rolle angibt, etwa Lieferant, Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber. Die Serviceanbietervereinbarung regelt, welche Prozesse und Formate zwischen zwei Serviceanbietern gelten.
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Smart-Meter-GatewaySMGW
#Vom BSI zertifizierte Kommunikationseinheit des intelligenten Messsystems. Das Gateway empfängt die Werte der Zähler, verarbeitet sie nach den Tarifanwendungsfällen und sendet sie verschlüsselt an berechtigte Empfänger. Es hat getrennte Schnittstellen zu Zählern (LMN), zum Weitverkehrsnetz (WAN) und ins Heimnetz (HAN).
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Smart-Meter-Gateway-AdministratorGWA
#Auch: Gateway-Administrator
Verantwortet den technischen Betrieb des Smart-Meter-Gateways: Installation, Konfiguration, Überwachung und Wartung. Die Aufgabe gehört zum Messstellenbetreiber, der sie selbst wahrnimmt oder ein zertifiziertes Unternehmen beauftragt. Der GWA ist keine eigene Marktrolle neben dem Messstellenbetreiber.
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Smart-Metering-PKISM-PKI
#Zertifikatsinfrastruktur des BSI, über die sich Gateways, Administratoren und externe Marktteilnehmer gegenseitig ausweisen und ihre Kommunikation verschlüsseln. Dieselben Zertifikate sichern auch die Marktkommunikation über AS4 und die API-Webdienste.
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Sperrung
#Auch: Unterbrechung der Anschlussnutzung, Versorgungsunterbrechung
Unterbrechung der Versorgung wegen Zahlungsverzugs. Bei Haushaltskunden ist sie, in der Grundversorgung wie im Sondervertrag, erst zulässig, wenn der Rückstand das Doppelte der Abschlagszahlung und mindestens 100 Euro erreicht, die Sperrung vier Wochen vorher angedroht wurde und sie nicht unverhältnismäßig ist. Der Lieferant beauftragt die Sperrung, der Netzbetreiber führt sie aus.
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Stammdatenänderung
#Auch: Stammdaten, Konfiguration
Prozess, mit dem Marktpartner geänderte Daten zu einer Lokation austauschen, etwa Jahresverbrauchsprognose, Bilanzierungsverfahren oder Zählverfahren. Seit der Neufassung 2025 pflegt jede Marktrolle die Daten aus ihrer Verantwortung selbst und verteilt sie an die Berechtigten. Konfigurationen der Messung regelt GPKE Teil 3, Stammdaten Teil 4.
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StandardlastprofilSLP
#Auch: Lastprofil
Normierte Verbrauchskurve für eine Kundengruppe, etwa Haushalt oder Gewerbe. Der Netzbetreiber skaliert sie mit der Jahresverbrauchsprognose und bilanziert damit Marktlokationen ohne Viertelstundenmessung. Nach der GPKE gilt das grundsätzlich bis 100.000 kWh Jahresentnahme in der Niederspannung; welches Verfahren zutrifft, hängt von der Messtechnik ab (Kap. 8.5): Mit RLM wird gemessen, mit intelligentem Messsystem aus den Zählerstandsgängen bilanziert. Das Profil ist eine Annahme und keine Messung. Die Differenz zum Zählerstand gleicht die Mehr- und Mindermengenabrechnung aus. Im Gas gelten Standardlastprofile bis zu 500 kWh/h maximaler stündlicher Ausspeiseleistung und bis zu 1,5 Mio. kWh Jahresentnahme; der Verteilnetzbetreiber darf abweichende Grenzen festlegen. Das Profil macht dort aus der Temperatur eines Gastags eine Tagesmenge.
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Steuerbare RessourceSR
#Auch: SR-ID
Die Einheit, die ein Steuerbefehl im Marktprozess adressiert. Sie fasst eine oder mehrere technische Ressourcen zusammen, die über eine Steuerbox oder ein Energiemanagementsystem gemeinsam gesteuert werden, und trägt eine SR-ID.
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Steuerbare VerbrauchseinrichtungSteuVE
#Wärmepumpe, nicht öffentlicher Ladepunkt, Anlage zur Raumkühlung oder Stromspeicher mit mehr als 4,2 kW Netzanschlussleistung in der Niederspannung. Der Netzbetreiber darf ihren Bezug bei drohender Überlastung vorübergehend absenken. Der Haushaltsstrom bleibt davon unberührt.
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Steuerbox
#Auch: Steuerungseinrichtung
Technische Einrichtung, die Steuerbefehle aus der gesicherten Umgebung des intelligenten Messsystems an eine steuerbare Anlage oder ein Energiemanagementsystem weitergibt. Sie wird am Gateway angeschlossen und vom Messstellenbetreiber betrieben. Die Zustellung eines Befehls belegt noch nicht, dass die Anlage reagiert hat.
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Storno
#Auch: Rechnungskorrektur, Korrekturrechnung
Rücknahme einer fehlerhaften Rechnung. Der Ursprungsbeleg bleibt erhalten, ein Gegenbeleg hebt seine Wirkung auf. Danach entsteht eine neue, berichtigte Rechnung mit neuem Fälligkeitsdatum. In SAP IS-U trifft ein Storno mehrere Belegebenen: Abrechnungsbeleg, Druckbeleg und die Fakturabelege im Vertragskontokorrent. Falsche Messwerte storniert der Absender in der Marktkommunikation dagegen per MSCONS (Prüfi 13006) und sendet sie neu.
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StromGVV
#Stromgrundversorgungsverordnung
Verordnung mit den Allgemeinen Bedingungen der Grundversorgung und der Ersatzversorgung mit Strom. Sie regelt unter anderem Vertragsschluss, Abschläge, Preisänderungen, Kündigung mit zwei Wochen Frist und die Voraussetzungen einer Sperrung.
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StromNEV
#Stromnetzentgeltverordnung
Verordnung, nach der Netzbetreiber ihre Netzkosten ermitteln und auf Netzebenen und Kunden verteilen. Sie bestimmt damit die Struktur der Netzentgelte; § 19 regelt Sonderformen der Netznutzung mit individuellem Netzentgelt. Die StromNEV gilt bis zum 31.12.2028; die Netzentgeltsystematik ab 2029 legt die Bundesnetzagentur selbst fest (Verfahren „AgNes“, bisher nur Entwurf). Die StromNZV dagegen ist seit dem 01.01.2026 außer Kraft.
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Stromsteuer
#Verbrauchsteuer auf Strom. Der Regelsatz beträgt 20,50 Euro je Megawattstunde, also 2,05 Cent je Kilowattstunde. Steuerschuldner ist der Versorger, der den Strom an Letztverbraucher leistet. Er gibt die Steuer im Preis weiter.
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SummenzeitreiheSZR
#Auch: Lieferantensummenzeitreihe, Bilanzkreissummenzeitreihe
Viertelstundenreihe, in der der Netzbetreiber die Mengen vieler Marktlokationen zusammenfasst. Die MaBiS kennt Summenzeitreihen je Lieferant, je Bilanzkreis und je Bilanzierungsgebiet. Jede Reihe trägt eine Version und einen Datenstatus. In die Bilanzkreisabrechnung geht die höchste Version mit dem Status Abrechnungsdaten ein.
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T8 Begriffe
Tarif
#Auch: Stromtarif, Produkt
Das Produkt, das der Kunde beim Lieferanten abschließt, mit Namen, Preisen und Laufzeit. Der Preis setzt sich meist aus Grundpreis und Arbeitspreis zusammen und enthält Energie, Netzentgelt, Messstellenbetrieb, Steuern und Umlagen. In SAP IS-U bezeichnet Tarif dagegen eine Rechenvorschrift der Abrechnung.
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Tarif (SAP IS-U)
#Auch: Rate, Tarifschritt, Variantenprogramm
Rechenvorschrift der Abrechnung. Ein Tarif besteht aus Tarifschritten, jeder Schritt ruft ein Variantenprogramm auf, das Operanden verarbeitet, zum Beispiel Menge mal Preis. Der Tarif im Sinne des Vertriebs ist dagegen das Produkt, das der Kunde abschließt.
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TarifanwendungsfallTAF
#Verarbeitungsregel im Smart-Meter-Gateway. Sie legt fest, wie das Gateway aus den Zählerständen eine Datenreihe bildet und an wen es sie sendet. Die TR-03109-1 (Version 2.0) verlangt acht Fälle als Mindestumfang: für die Abrechnung TAF 1 (datensparsamer Tarif), TAF 2 (zeitvariabler Tarif mit mehreren Registern), TAF 7 (Zählerstandsgang), TAF 8 und TAF 15, dazu TAF 9, 10 und 14 für Momentanwerte (Einspeisung, Netzzustand, Mehrwertdienste).
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Tarifart
#Auch: Rate Type
Merkmal am Zählwerk oder am Gerät, das die Verwendung in der Abrechnung kennzeichnet, etwa Hochtarif, Niedertarif oder Einspeisung. Aus Tarifart und Tariftyp der Anlage findet das System den Tarif. Der Tariftyp hängt dagegen an der Anlage. Im Vertrieb meint Tarifart dagegen die rechtliche Einordnung der Belieferung.
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Tariffindung
#Zuordnung, die aus der Kombination von Tariftyp der Anlage und Tarifart des Zählwerks den gültigen Tarif ermittelt. Sie ist zeitabhängig gepflegt. Fehlt ein Eintrag für die Kombination, bricht die Abrechnung ab.
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Tariftyp
#Auch: Rate Category
Abrechnungsmerkmal an der Anlage. Der Tariftyp fasst Kunden mit gleicher Abrechnungslogik zusammen, zum Beispiel Haushalt Eintarif, und legt Abrechnungsschema und Vorgaben fest. Zusammen mit der Tarifart ergibt er über die Tariffindung den Tarif.
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Technische RessourceTR
#Auch: TR-ID
Marktobjekt für eine technische Einheit, die Strom verbraucht, erzeugt oder speichert, etwa Wärmepumpe, Wallbox oder PV-Anlage. Sie trägt eine eigene TR-ID und hängt an einer Marktlokation. Die reale Anlage ist das Gerät, die technische Ressource ihre Abbildung im Datenaustausch.
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Tranche
#Prozentualer Anteil an der Einspeisung einer erzeugenden Marktlokation. Mit Tranchen lässt sich die Einspeisemenge einer Anlage auf mehrere Lieferanten und Bilanzkreise aufteilen, etwa bei anteiliger Direktvermarktung. Jede Tranche liegt über 0 und unter 100 Prozent, alle Tranchen einer Marktlokation ergeben zusammen 100 Prozent, und jede trägt eine eigene MaLo-ID.
Belieferung & Marktprozesse
U4 Begriffe
ÜbertragungsnetzbetreiberÜNB
#Auch: Übertragungsnetz
Betreiber des Höchstspannungsnetzes und Verantwortlicher für eine Regelzone. In Deutschland sind das 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW. Der ÜNB hält die Frequenz, beschafft Regelenergie und schließt die Bilanzkreisverträge seiner Regelzone. Die Abrechnung der Bilanzkreise ordnet die MaBiS der eigenen Rolle Bilanzkoordinator zu.
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Umlagen
#Auch: KWKG-Umlage, Offshore-Netzumlage, Aufschlag für besondere Netznutzung
Gesetzliche Aufschläge auf die Netzentnahme, die der Netzbetreiber erhebt und der Lieferant weitergibt. Dazu gehören die KWKG-Umlage, die Offshore-Netzumlage und der Aufschlag für besondere Netznutzung. Die Höhe wird jährlich neu festgelegt. Die EEG-Umlage ist entfallen.
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UTILMD
#Utilities Master Data
Nachrichtentyp für Stammdaten und Zuordnungen. Mit UTILMD laufen Anmeldung und Abmeldung der Belieferung, Kündigung, Stammdatenänderungen und die Prozesse des Messstellenbetriebs. Welcher Vorgang gemeint ist, bestimmt der Prüfidentifikator.
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UTILTS
#Utilities Time Series
Nachrichtentyp für Berechnungsformeln sowie Zählzeit-, Schaltzeit- und Leistungskurvendefinitionen. Er sagt dem Empfänger, wie Werte gebildet werden und zu welchen Zeiten welches Register zählt. Die Messwerte selbst kommen als MSCONS.
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V7 Begriffe
Verbrauchsabrechnung
#Auch: Jahresabrechnung, Turnusabrechnung, Schlussabrechnung
Rechnung des Lieferanten über die in einem Zeitraum gelieferte Energie. Sie verbindet Zählerstände, Mengen, Preise, Steuern und gezahlte Abschläge. Abgerechnet wird mindestens einmal im Jahr und am Ende des Liefervertrags. Netzentgelte, Messstellenbetrieb, Steuern und Umlagen sind gesondert auszuweisen.
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Verbrauchsstelle
#Auch: Premise
Räumlich abgegrenzte Einheit, die versorgt wird, zum Beispiel eine Wohnung oder ein Laden. Sie gehört zu einem Anschlussobjekt und trägt die Anlagen aller Sparten. Die Verbrauchsstelle ist spartenunabhängig.
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Verlustenergie
#Auch: Netzverluste
Energie, die beim Transport und bei der Umspannung als Wärme verloren geht. Der Netzbetreiber muss sie beschaffen, damit Einspeisung und Entnahme in seinem Netz bilanziell aufgehen. Nach § 22 EnWG beschafft er sie in einem transparenten, nichtdiskriminierenden und marktorientierten Verfahren; die GPKE (Teil 1, Kap. 8.2.1) verlangt dafür Ausschreibungen und einen eigenen Bilanzkreis. Die tatsächlichen Beschaffungskosten dürfen nach § 10 StromNEV bei den Netzkosten angesetzt werden. In der MaBiS erscheint sie als Verlustzeitreihe, nicht als Ausgleichsenergie oder Zeile der Kundenrechnung.
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VerteilnetzbetreiberVNB
#Auch: Verteilnetz
Betreiber eines Netzes der Hoch-, Mittel- oder Niederspannung, das Strom regional verteilt und die meisten Verbraucher und Erzeugungsanlagen anschließt. Der VNB ist in der Regel auch grundzuständiger Messstellenbetreiber und führt die Bilanzierungsgebiete seines Netzes.
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Vertrag (SAP IS-U)
#Auch: Versorgungsvertrag
Versorgungsvertrag einer Sparte. Er verbindet ein Vertragskonto mit genau einer Anlage und trägt Einzugs- und Auszugsdatum. Er entsteht beim Einzug und endet mit dem Auszug. Abgerechnet wird je Vertrag.
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VertragskontoVK
#Konto, auf dem die Forderungen und Zahlungen eines Geschäftspartners geführt werden. Es steuert Zahlweg, Mahnverfahren, Rechnungsversand und Zahlungsbedingungen. Unter einem Vertragskonto können mehrere Verträge laufen, die gemeinsam fakturiert werden.
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Viertelstundenwert
#Auch: Messintervall, Zeitraster
Wert für ein abgegrenztes Intervall von 15 Minuten. Die Viertelstunde ist im deutschen Strommarkt das Raster für Bilanzierung, Fahrpläne und Lastgänge. Ein Viertelstundenwert kann eine Arbeit in kWh oder eine mittlere Leistung in kW sein: 3 kWh in der Viertelstunde entsprechen 12 kW.
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W7 Begriffe
Wandlerfaktor
#Auch: Wandlermessung, Stromwandler, Umrechnungsfaktor
Bei großen Strömen misst der Zähler über Stromwandler nur einen verkleinerten Sekundärstrom. Der Wandlerfaktor ist das Verhältnis von Primär- zu Sekundärwert, mit ihm wird der abgelesene Wert multipliziert. Ein falscher Faktor verfälscht jede Menge proportional.
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Wechselbeleg
#Beleg, der in SAP IS-U einen Wechselvorgang steuert und dokumentiert, etwa Lieferbeginn oder Lieferende. Er hält Wechselart, Zählpunkt, beteiligte Serviceanbieter, Status, Nachrichten und Fristen fest. Der Wechselbeleg ist der Einstieg in die Analyse eines hängenden Lieferantenwechsels.
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WerktagWT
#In den Marktprozessen jeder Tag außer Samstag, Sonntag und gesetzlichem Feiertag. Ein Feiertag in nur einem Bundesland gilt bundesweit als Feiertag, der 24. und der 31. Dezember ebenfalls. Fast alle Fristen der GPKE und WiM zählen in Werktagen.
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Wettbewerblicher MessstellenbetreiberwMSB
#Messstellenbetreiber, den der Anschlussnutzer oder unter bestimmten Voraussetzungen der Anschlussnehmer anstelle des grundzuständigen auswählt. Er kalkuliert seine Entgelte frei, muss aber dieselben technischen Anforderungen erfüllen. Der Wechsel läuft über die WiM.
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WiM
#Wechselprozesse im Messwesen
Festlegung der Bundesnetzagentur für die Prozesse rund um den Messstellenbetrieb Strom: Beginn, Ende und Wechsel des Messstellenbetreibers, Gerätewechsel, Störungen sowie Anforderung und Übermittlung von Messwerten. Die GPKE regelt dagegen die Zuordnung des Lieferanten. Seit dem 6. Juni 2025 gilt die WiM in zwei Teilen.
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Wirkarbeit
#Auch: Arbeit, Energiemenge
Die über einen Zeitraum übertragene nutzbare Energie, gemessen in Kilowattstunden (kWh). Sie ergibt sich aus Wirkleistung mal Zeit: 1 kW über eine Viertelstunde sind 0,25 kWh. Abgerechnet wird beim Haushaltskunden fast nur die Wirkarbeit.
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Wirkleistung
#Der Teil der elektrischen Leistung, der tatsächlich in Licht, Wärme oder Bewegung umgesetzt wird. Einheit ist das Watt, in der Energiewirtschaft meist Kilowatt (kW) oder Megawatt (MW). Leistung beschreibt einen Augenblick. Erst über die Zeit wird daraus Arbeit.
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Z12 Begriffe
Zählernummer
#Auch: Gerätenummer, Geräte-ID
Am Gerät aufgedruckte Kennung eines einzelnen Zählers. Sie wechselt mit jedem Gerätetausch. Für die Marktprozesse reicht sie nicht aus: Die Messlokation wird über die Zählpunktbezeichnung identifiziert, die Marktlokation über die MaLo-ID.
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Zählerstand
#Aufsummierter Wert eines Zählwerks zu einem Zeitpunkt. Der Verbrauch eines Zeitraums ergibt sich aus der Differenz zweier Zählerstände, bei Wandlermessung mal Wandlerfaktor. Ein Zählerstand ist ein Punktwert und sagt nichts über den Verlauf dazwischen.
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ZählerstandsgangZSG
#Reihe viertelstündlich erfasster Zählerstände, bei Gas stündlich. Die Energiemenge je Intervall ergibt sich aus der Differenz aufeinanderfolgender Stände. Intelligente Messsysteme liefern ihn über TAF 7, in der Regel täglich für den Vortag. Der Lastgang enthält dagegen bereits fertige Intervallwerte.
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Zählpunkt
#Punkt, an dem der Energiefluss messtechnisch erfasst wird. Früher war der Zählpunkt auch die Liefer- und Bilanzierungsstelle im Markt. Seit 2018 trennt die Marktkommunikation: Die Marktlokation steht für Belieferung und Bilanzierung, die Messlokation für die Messung.
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Zählpunkt (SAP IS-U)
#Auch: Point of Delivery, PoD
Objekt, über das SAP IS-U mit dem Markt spricht. Der Zählpunkt trägt die externe Kennung, also MaLo-ID oder Zählpunktbezeichnung, und ist mit der Anlage verknüpft. Marktnachrichten werden über diese Kennung den internen Stammdaten zugeordnet.
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ZählpunktbezeichnungZPB
#33-stellige Kennung eines Zählpunkts aus Ländercode, Netzbetreibernummer, Postleitzahl und 20-stelliger Zählpunktnummer, zum Beispiel DE0005626680…. Sie identifiziert heute die Messlokation. Sie ist weder die elfstellige MaLo-ID noch die Zählernummer am Gerät.
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Zählwerk
#Auch: Register, Tarifregister
Einzelner Messkanal eines Zählers. Ein Zählwerk summiert genau eine Messgröße in einer Richtung und Tarifstufe auf, etwa Bezug im Hochtarif oder Einspeisung. Ein Zähler kann mehrere Zählwerke haben. Jedes ist über eine OBIS-Kennzahl bezeichnet.
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Zählzeitdefinition
#Auch: Zählzeit
Regel, zu welchen Zeiten welches Register eines Zählers zählt, etwa Hochtarif werktags von 6 bis 22 Uhr. Netzbetreiber und Lieferant legen ihre Zählzeiten fest, der Messstellenbetreiber setzt sie technisch um. Ausgetauscht werden die Definitionen als UTILTS.
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Zeitscheibe
#Gültigkeitszeitraum eines Stammdatensatzes mit Ab- und Bis-Datum. Ändert sich ein Merkmal, etwa der Tariftyp der Anlage, legt das System eine neue Zeitscheibe an, die alte bleibt erhalten. So lässt sich jeder Zeitraum mit den damals gültigen Daten abrechnen.
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Zuordnung
#Auch: Lieferantenzuordnung
Zeitraum, in dem ein Lieferant einer Marktlokation zugeordnet ist. Der Netzbetreiber führt die Zuordnung historisch und lückenlos. Sie entscheidet, welchem Bilanzkreis die Energie zugerechnet wird und wer die Netznutzungsrechnung erhält. Fehlt ein Lieferant, ordnet der Netzbetreiber den Ersatz- und Grundversorger zu.
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Zustandszahl
#Faktor, der das am Gaszähler gemessene Betriebsvolumen auf den Normzustand umrechnet, also auf 0 Grad Celsius und 1013,25 Millibar. Sie hängt von Druck und Temperatur am Zähler ab. Zusammen mit dem Brennwert macht sie aus Kubikmetern Kilowattstunden.
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Zweirichtungszähler
#Auch: Bezug, Einspeisung, Messrichtung
Zähler, der Bezug aus dem Netz und Einspeisung ins Netz in getrennten Zählwerken erfasst. Er ist der Standard bei PV-Anlagen mit Überschusseinspeisung. Die Messrichtung beschreibt den Energiefluss am Messpunkt, in der OBIS-Kennzahl 1.8.0 für Bezug und 2.8.0 für Einspeisung.
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