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Stammdatenatlas

  • 4 Konstrukte
  • Rollensichten MSB, NB, LF
  • 166 Belege
  • geprüft am 05. Oktober 2026
Anleitung

Marktlokation und Messlokation als SAP-Objekte: das Stammdatenreferenzmodell legt keine neuen Daten an, sondern bestimmt, wie die vorhandenen zusammenspielen. Jedes Konstrukt ist ein Objektdiagramm mit Kästen und benannten Pfeilen.

Jeder Kasten und jedes Pfeil-Etikett lässt sich anklicken und zeigt Erklärung, Quelle und die Tabellen im IS-U-Explorer. Der Inhalt steht zusätzlich als Liste unter der Grafik, damit nichts hinter einem Klick verschwindet.

Marktlokation · MaLo VerbrauchMesslokation · MeLoOrteAnlagen hängen an der Verbrauchsstelle, Geräte am GeräteplatzzugeordnetzugeordnetVertragspartnerrechnet abenthältenthältenthält
Marktlokation · MaLo VerbrauchMesslokation · MeLoOrteAnlagen hängen an der Verbrauchsstelle, Geräte am GeräteplatzzugeordnetzugeordnetVertragspartnerrechnet abenthältenthältenthält
Marktlokation · MaLo VerbrauchMesslokation · MeLoOrteAnlagen hängen an der Verbrauchsstelle, Geräte am GeräteplatzzugeordnetzugeordnetVertragspartnerrechnet abenthältenthältenthält

Marktlokation Messlokation abrechnungsrelevant nur gemessenJeder Kasten und jedes Pfeil-Etikett lässt sich anklicken.

Die Konstrukte

Die vier Standardkonstrukte. Varianten wie Eigenverbrauch, Tranche, Summenmessung oder Mieterstrom folgen nach demselben Muster.

Zum Nachlesen

Was ist das Stammdatenreferenzmodell?
Alle Objekte in drei Schichten

Drei Schichten von Stammdaten. Das Referenzmodell legt keine neuen an; es bestimmt, wie die vorhandenen zusammenspielen.

Kaufmännisch Wer zahlt, mit welchem Vertrag

Technisch Wo ist was eingebaut

Markt Wie der Markt die Stelle kennt

Klick auf ein Objekt zeigt Erklärung, Quelle und die Tabellen im IS-U-Explorer.
Die 7 Grundregeln

7 Regeln tragen jedes Konstrukt. Wer sie kennt, kann auch Stellen lesen, die hier noch nicht stehen.

  1. Eine Lokation ist Zählpunkt plus Anlage

    Was der Markt „Lokation“ nennt, ist in SAP ein Zählpunkt mit seiner Anlage und deren Anlagenstruktur. Weil MaLo und MeLo getrennt sind, gibt es Zählpunkt und Anlage doppelt: einmal für die Marktlokation, einmal für die Messlokation.

    SAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: schlägt sich so nieder als Dopplung der Objekte Zählpunkt und Anlage)
  2. Die Zählpunktbeziehung verbindet MaLo und MeLo

    Welche Messlokation die Werte für welche Marktlokation liefert, steht in einer typisierten Zählpunktbeziehung. Sie ist im Modell an jeder gemessenen Stelle Pflicht.

    SAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: die Zuordnung von Markt- zu Messlokationen (und umgekehrt) über die Verwendung von Zählpunktbeziehungen zu pflegen)
  3. Ein Gerät, zwei Anlagen

    Dasselbe Gerät oder derselbe Geräteinfosatz ist abrechnungstechnisch in beide Anlagen eingebaut, in die MaLo-Anlage und in die MeLo-Anlage.

    SAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: abrechnungstechnische Mehrfachzuordnung desselben Gerätes / Geräteinfosatzes in beiden Anlagen)
  4. Abgerechnet wird an der MaLo-Anlage

    Abrechnungsrelevant sind die Zählwerke nur in der MaLo-Anlage. Dort findet die Abrechnung der Mengen immer statt, in der MeLo-Anlage nie.

    SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: The register, however, is marked as 'billing-relevant' only in the MaLo installation as this is the installation where the billing of quantities always takes place.)
  5. Kaufmännisches hängt an der MaLo

    Vertrag und Geschäftspartner an der MaLo-Anlage zeigen, wer dort kaufmännisch steht: im Netzbetreibersystem der Netznutzer, im Lieferantensystem der Kunde. Auch die Bilanzierung hängt an der Marktlokation.

    SAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: dass die Energiemengenbilanzierung und die Abrechnung (der Netznutzung) an dem Business-Objekt zugeordnet werden, dass nun als Marktlokation deklariert ist)GPKE Teil 1 (BNetzA), Kapitel 3.2, Hinweise (Zitat: Die Marktlokation oder die Tranche ist Anknüpfungspunkt der Prozesse im Rahmen der Bilanzierung.)
  6. Fremde Geräte als Geräteinfosatz

    Betreut ein anderer Marktpartner das Gerät, etwa der Messstellenbetreiber in seinem eigenen System, führen Netzbetreiber und Lieferant einen Geräteinfosatz als Platzhalter.

    SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: the device info record acts as a meaningful representation of a real device. This becomes especially important when the actual device is managed by the Meter Operator (MOS) in a separate system)
  7. Die IDs bleiben Zählpunktbezeichnungen

    Die MaLo-ID (11 Stellen mit Prüfziffer) und die MeLo-ID (33 Stellen nach Metering Code) sind technisch beide Zählpunktbezeichnungen. Den Unterschied macht die Typisierung des Zählpunkts.

    SAP Support Content, Stammdaten-Modell (Zitat: Beide ID´s sind – technisch gesehen – im SAP for Utilities nach wie vor Zählpunktbezeichnungen.)
Kardinalitäten zwischen Marktlokation und Messlokation

Wie viele Messlokationen eine Marktlokation hat und umgekehrt. SAP schreibt die Kardinalität „Mess:Markt“, die GPKE „Marktlokation zu Messlokation“; hier steht die Marktlokation vorn.

Begriffe
GIS Geräteinfosatz
Platzhalter für ein fremdes Gerät. Seine Seriennummer ist unabhängig von der des echten Geräts, sein Profil darf gleich sein. SAP Learning, Standard Consumption and Feed-In (Zitat: The serial number of the device info record is assigned independently of the serial number of the actual device.)
mME moderne Messeinrichtung
Digitaler Zähler, der Verbräuche über mehrere Zeiträume der letzten 24 Monate anzeigt. Erst mit Smart-Meter-Gateway wird daraus ein intelligentes Messsystem, das Werte elektronisch überträgt. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Modern Measuring Device (MMD), a digitized current meter showcasing consumption values across multiple timeframes for the past 24 months)
iMS intelligentes Messsystem
Moderne Messeinrichtung plus Smart-Meter-Gateway. Das System überträgt die Messwerte elektronisch. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: Comprising a managing and controlling Smart Meter Gateway (SMGW) and an MMD)
SLP Standardlastprofil
Durchschnittlicher Verlauf, nach Jahreszeit und Wochentag angepasst, typisch für Haushalte. Im Modell hängt es als synthetisches Profil an der MaLo-Anlage. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Standard Load Profile (SLP) mirrors the average consumption, adjusted for season and weekday, typically used for residential customers)
Lastgang Lastgangmessung (SAP: Interval Reading, IR)
Tatsächlich gemessene Verbrauchswerte, bei SAP für Industriekunden genannt. Im Modell trägt jedes Zählwerk dafür einen Profilkopf. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Interval Reading (IR) captures real-time actual consumption values, applicable for industrial customers)
TAF Tarifanwendungsfall (SAP: Rate Use Case, RUC)
Beschreibt nach Vorgaben des BSI, wie das Smart-Meter-Gateway Messwerte zusammenfasst. In SAP hängt er an einer Messinstanz. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the Rate Use Case (RUC), which describes how metered data is amalgamated by smart meter gateways)
MSB-Vertrag Vertrag über den Messstellenbetrieb
Vertrag zwischen Messstellenbetreiber und Anschlussnutzer für ein Anschlussobjekt. Über ihn läuft die Abrechnung des Messstellenbetriebs. SAP Learning, Master Data Objects (Zitat: the MOS Contract, a binding agreement between meter operator and connection user for a specific connection object, used in MOS Billing)

Quellen und Grenzen

Das maßgebliche SAP-Dokument, die „Data Model Recommendations for SAP S/4HANA Utilities Master Data Updates Option for Germany“, ist nur für angemeldete SAP-Kunden lesbar. Diese Seiten belegen deshalb aus SAPs öffentlichen Kursen und Hilfeseiten. Jedes Zitat wird automatisch im Text seiner Quelle gesucht und geprüft. Englische Zitate stehen im Original, der Text auf der Seite gibt sie auf Deutsch wieder. Die Tabellenangaben tragen den Kurztext aus dem SAP-Data-Dictionary (Spiegel sapdatasheet.org); ein Klick auf den Tabellennamen öffnet die Tabellenseite. Für ein Projekt gilt der Stand des SAP-Dokuments zum eigenen Release.