Einführung
Worum geht es?
Ein Einfamilienhaus mit 10 kWp auf dem Dach, 10 kWh Speicher im Keller und einer 11-kW-Wallbox in der Garage. Die PV-Anlage versorgt zuerst den Haushalt. Den Überschuss verteilt das Energiemanagement auf Wallbox und Speicher, der Rest geht ins Netz.
- Wann braucht man das?
- Wenn PV-Anlage, Batteriespeicher und Wallbox hinter einem einzigen Zweirichtungszähler liegen und für die Wallbox § 14a Modul 1 genügt.
- Das Besondere
- Z1 am Netzanschluss sieht davon nur den Saldo: Bezug im Zählwerk 1.8.0, Einspeisung im Zählwerk 2.8.0. Was PV-Anlage, Speicher und Wallbox untereinander austauschen, taucht in keinem Zählwerk auf.
- Rechenbeispiel
- Sonniger Mittag, eine Viertelstunde: Das Dach liefert 2,0 kWh. Der Haushalt nimmt 0,1 kWh, der Speicher 1,25 kWh, die Wallbox 0,2 kWh. Der Rest geht ins Netz: Z1 · 2.8.0 wächst um 0,45 kWh, Z1 · 1.8.0 bleibt stehen. Abends lädt das Auto mit 11 kW aus dem Netz: Z1 · 1.8.0 wächst um 2,75 kWh je Viertelstunde.
- Kürzel in diesem Bild
- HAKHausanschlusskasten: Hier endet das Netz des Netzbetreibers.
- MeLoMesslokation: der Ort, an dem gemessen wird.
- MaLoMarktlokation: die Stelle, für die geliefert und abgerechnet wird.
- 1.8.0OBIS-Kennzahl des Zählwerks für Bezug aus dem Netz.
- 2.8.0OBIS-Kennzahl des Zählwerks für Lieferung ins Netz.
- PVPhotovoltaik: Solaranlage, die Strom erzeugt.
- kWpKilowatt peak: die Nennleistung einer Solaranlage.
- Z1Zähler am Netzanschluss: bei den Unterzählern der Summenzähler, bei den Drittmengen die Netzentnahme.
Für diese Konstrukte führt keine Quelle eine Nummer. Der Atlas nennt sie deshalb beim Namen.
