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Profilverwaltung

Wie Profilkopf, Profilwerte und Profilzuordnung im Energiedatenmanagement von SAP zusammenspielen: Tabellen EPROFHEAD und EPROFASS, Rollen, Zeitraster und der Verbrauchsfaktor des synthetischen Profils.

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Kurzantwort

Ein Profil besteht im SAP-EDM aus einem Profilkopf in EPROFHEAD und den Profilwerten. Der Kopf legt Profilart, Zeitraster, Einheit und Gültigkeit fest. Zugeordnet wird das Profil in EPROFASS: über das logische Zählwerk, eine Rolle und einen Zeitraum. Die Rolle entscheidet, wofür das Profil gelesen wird, etwa als gemessener Lastgang oder als Prognose. Bei einem synthetischen Profil kommt der Verbrauchsfaktor hinzu, der das normierte Profil auf den Verbrauch des Kunden skaliert.

Wie ein Profil am Zählwerk hängt

Vom Zählwerk zum Profilwert. Die Rolle der Zuordnung stammt aus der Customizing-Tabelle EPROFASSROLE.

Die Zuordnung ist laut Katalog zeitscheibenweise: Das Gültigkeitsende gehört zum Schlüssel, dieselbe Rolle kann mehrfach am selben Zählwerk hängen, solange sich die Zeiträume unterscheiden. Die Verbindung von LOGIKZW zum Zählwerk läuft laut Katalog über die gleichnamigen Felder in ETDZ und EUILZW. Die Profilwerte selbst liegen in Tabellen, die der Atlas nicht führt; der Artikel nennt sie deshalb nicht. Die Bezeichnung des Zielprofils beim Import nennt SAP Learning mit Messstelle, Zählwerkcode, Profilrolle und Rollenkategorie (Energy Data Management Components).

Die Rolle steuert die Verwendung

EPROFASSROLE ist reines Customizing und legt fest, in welchen Rollen ein Profil zugeordnet werden darf. Seine Felder zeigen, was eine Rolle regelt:

  • Rollenkategorie (ROLETYPE) und Zuordnungshäufigkeit (ROLEFREQ),
  • ob die Rolle am Zählwerk (REGISTERASS) oder an der Anlage (INSTLASS) vergeben wird,
  • ob der abgerechnete Zeitraum geprüft wird (BILLCHECK),
  • ob nur synthetische Profile zulässig sind (SYNPROF_ONLY),
  • ob Nutzungsfaktor, Prognosefortschreibung oder Fortschreibung im Abrechnungszeitraum unterdrückt werden (UFCALC_SUPRESS, UFEXTRP_SUPRESS, UFBILLUP_SUPRESS).

Die Rollenkategorien liefert SAP vor: Measurement für gemessenen Verbrauch eines Intervallzählers, Forecast für Verbrauchsprognosen, Settlement für Profile, die in die Bilanzierung eingehen, und „nicht angegeben“. Bei einem Gerätewechsel bleibt die Profilzuordnung bestehen (SAP Learning). Ohne Angabe der Kategorie gilt beim Import Measurement; wer Prognosewerte ohne Forecast einspielt, schreibt sie ins Messprofil.

Der Profilkopf

Die wichtigsten Felder von EPROFHEAD:

  • Profilart (PROFTYPE, Werte in EPROFTYPE): laut SAP Learning elementar, synthetisch, Formel, Tag und Integral.
  • Intervalllänge (INTSIZEID, Werte in EPROFINTSIZE): Länge in Sekunden und Intervallkategorie.
  • Wertebereich (PROFVALCAT, Werte in EPROFVALCAT): was die Werte bedeuten und ob eine Mengeneinheit nötig ist.
  • Einheit und Nachkommastellen (MASS, PROFDECIMALS), Kumulierte Werte (VALUECUM), Gültigkeit (DATEFROM, TIMEFROM, DATETO, TIMETO), Tagesversatz (DAY_OFFSET).
  • Prüfgruppe (CONCHECKGRP) und Ersatzwertgruppe (REPLACEMETHODGRP) verweisen auf EEDMCONGRP und EEDMREPLACEGRP.

Nach dem Sichern erlaubt das System laut SAP Learning nur noch, Profilnamen sowie die Prüf- und Ersatzwertgruppen zu ändern. Die Konsistenzprüfungen und Ersatzwertverfahren lassen sich nur zuordnen, wenn die Originalprofilwerte im EDM liegen. Zeitraster, Vorwärtsausrichtung und Werteversatz erklärt Viertelstundenwerte und Zeitraster, den Wertebereich Aggregation von Messwerten. Ein Profilwert ist nach der SAP-Hilfe ein intervallbezogener Wert, etwa ein Viertelstundenwert eines Lastgangzählers (SAP Help, Profilwert).

Das synthetische Profil und der Verbrauchsfaktor

Ein Standardlastprofil führt SAP als synthetisches Profil. Es entsteht aus Saisongruppen, Tagesarten (aus Werkskalender und Feiertagen) und Zeitnutzungsgruppen. Dynamische Änderungsfaktoren passen es an die Temperatur an und halten die Lastform stabil (SAP Learning, Managing the EDM Profiles). Wie das Standardlastprofil im Markt entsteht, steht in Standardlastprofil SLP verstehen.

Das synthetische Profil ist normiert, etwa auf 1000 kWh im Jahr. Der Verbrauchsfaktor setzt den Kundenverbrauch ins Verhältnis zum Normwert. Verbraucht ein Haushalt 900 kWh, ist er 900 geteilt durch 1000, also 0,9. Er wird in der Verbrauchsermittlung der Abrechnung berechnet und fortgeschrieben, kann aber auch bei der Profilzuordnung von Hand eingegeben werden (SAP Learning). Wo genau er technisch gespeichert ist, belegen die Quellen nicht; ein Feld dafür führt weder EPROFHEAD noch EPROFASS.

Beispiel

Ein Haushalt hat keinen Lastgangzähler. Sein Zählwerk bekommt in EPROFASS ein synthetisches Profil in der Rolle für die Abrechnung, normiert auf 1000 kWh. Der Verbrauchsfaktor liegt bei 0,9. Zusätzlich liegt am selben Zählwerk ein Profil in einer Prognoserolle der Kategorie Forecast. Die Zeitreihen stehen nebeneinander, weil die Rollen verschieden sind. Die Zahlen sind ein vereinfachtes Beispiel.

Fehlerfälle

Falsches Raster. Intervalllänge, Kumulierung und Einheit sind nach dem Sichern festgeschrieben; bei falschem Raster hilft nur ein neues Profil.

Keine Prüfgruppe zuweisbar. Die Ursache liegt in der Kombination der Profilkopfkennzeichen, nicht in fehlenden Rechten.

Import trifft das falsche Profil. Tragen zwei Zählwerke denselben Zählwerkcode und dieselbe Rolle, ist die Zuordnung nicht eindeutig. SAP Learning nennt dafür die technische Messstelle.

Normierung als Menge gelesen. Ohne Verbrauchsfaktor passen die Werte nicht zum Zählerstand.

Typische Missverständnisse

Ein Profil ist eine Messung. Es ist eine Zeitreihe; gemessen sein muss sie nicht.

Die Rolle ist ein Etikett. Sie steuert Rollenkategorie, Fortschreibung, Prüfung des abgerechneten Zeitraums und die Zulässigkeit synthetischer Profile.

Ein Zählwerk, ein Profil. Je Rollenkategorie nur eines zu einem Zeitpunkt, in verschiedenen Rollen mehrere.

Quellen und Pflegehinweis

Tabellen und Felder stammen aus dem Projektkatalog (DDIC-Abzüge, Stand 2. Oktober 2026), die Fachaussagen aus SAP Learning und der SAP-Hilfe. Nicht belegt sind die Tabellen der Profilwerte und die Transaktionen EEDM01 bis EEDM11, die SAP Learning nennt, ohne sie zu erklären; der Transaktionskatalog führt sie nicht. Die EDM-Einordnung steht in EDM im Kontext.

Primärquellen zum Nachlesen

  1. SAP Learning – Understanding the Energy Data Management Componentslearning.sap.com
  2. SAP Learning – Managing the Energy Data Management Profileslearning.sap.com
  3. SAP Help Portal – Profilwert Energiedaten-Management (EDM)help.sap.com
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