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SAP Utilities & Betrieb

Gerätewechsel in SAP IS-U Schritt für Schritt

Wie ein Gerätewechsel in SAP IS-U abläuft: Auftrag, Erfassung mit Wechsel gesamt (EG30), Aus- und Einbaustand, übernommene Daten, Folgen für Ablesung und Abrechnung, typische Fehler und die Korrektur durch Storno.

Auf dieser Seite10 Abschnitte

Kurzantwort

Ein Gerätewechsel bucht Ausbau des alten und Einbau des neuen Geräts in einem Vorgang, die Transaktion heißt EG30 (Wechsel gesamt). Gegenüber getrenntem Aus- und Einbau hat der Wechsel einen Vorteil: Tarifdaten, Zählwerksbeziehungen, Gerätebeziehungen, Periodenverbrauch und Sperrzustand wandern automatisch auf das neue Gerät. Außerdem erhält das neue Gerät die logische Gerätenummer und, wo zuzuordnen, die logischen Zählwerksnummern des alten; dadurch läuft die Abrechnung über den Wechsel hinweg weiter. Der Ablauf: Auftrag, Montage vor Ort, Erfassung mit Aus- und Einbaustand, Prüfung der Folgen für Ablesung und Abrechnung. Wurde falsch gebucht, hilft nur ein Storno in fester Reihenfolge.

Dieser Artikel beschreibt die Abläufe im System. Die technischen und abrechnungstechnischen Ebenen von Einbau und Ausbau beschreibt Geräteinstallation in SAP Utilities verstehen, die Folgen für Tarifarten und Preise in Gerätewechsel und Tarifierung. Die Marktseite mit Fristen und Nachrichten behandelt Gerätewechsel im Messwesen verstehen; sie ist hier nicht wiederholt. Zählerüberlauf, Faktoren und Schätzung rund um den Wechsel rechnet Sonderfälle der Verbrauchsermittlung in SAP IS-U durch, Wandler und Zählwerksbeziehungen beim Wechsel zeigt Wandler, Gerätezuordnung und Zählwerksbeziehungen, die Ablesegründe der Wechselablesung Ablesegründe und ihre Folgen.

Am Wechseltag ändern sich Equipment und Seriennummer. Die logischen Nummern und die Anlage bleiben, so bleiben Tarifdaten und Historie erhalten.Vereinfachtes Beispiel, Nummern und Stände frei gewählt. Voraussetzung für übernommene logische Zählwerke: Das neue Gerät hat vergleichbare Zählwerke.

Wechsel oder Aus- und Einbau?

Die SAP-Hilfe beschreibt den Wechsel als Austausch eines Geräts gegen ein anderes von gleichem oder ähnlichem Gerätetyp, das dieselbe Aufgabe übernimmt. Die Komponente ist optional: Man kann ein Gerät auch mit Ausbau und Einbau tauschen. Dann werden allerdings alle Verbindungen und Zählwerksbeziehungen gelöscht.

Vorgang Wirkung auf abhängige Daten
Wechsel (EG30) Tarifdaten, Zählwerksbeziehungen, Gerätebeziehungen, zählwerksbezogener Periodenverbrauch und Sperrzustand gehen automatisch auf das neue Gerät über
Ausbau und Einbau getrennt Tarifdaten und Beziehungen werden mit dem Ausbau abgegrenzt, Verbindungen und Zählwerksbeziehungen gelöscht; am neuen Gerät sind sie beim Einbau neu zu erfassen

Die Hilfe nennt Beispiele, wann der Wechsel sinnvoll ist: wenn ein eingebautes Gerät beschädigt ist oder wenn es mit der Komponente Geräteprüfung beglaubigt werden soll. Reine Umbauten ohne Gerätewechsel, etwa ein ergänztes Zählwerk, laufen über EG42 (Umbau Gerät).

Eine Voraussetzung nennt SAP Learning: Das neue Gerät muss dieselben technischen Eigenschaften haben wie das alte, etwa die Zahl der Zählwerke, damit die Zuordnungen und Funktionen der alten Zählwerke zu den neuen passen. Wenn nicht, kommt die Funktion logische Zählwerke ins Spiel (siehe unten).

Der Ablauf in acht Schritten

1. Anlass. Anlässe sind ein Defekt, der Turnus oder eine Stichprobe. Turnuswechsel und Stichprobe liefern Listen; wie sie entstehen, steht in Eichung, Beglaubigung und Stichprobenverfahren in SAP IS-U.

2. Auftrag. Mit EG90 entstehen Wechselaufträge oder -meldungen in der Instandhaltung. Zur Ausgabe an externe Systeme nennt die SAP-Hilfe das IDoc ISU_RPL_ORDER (Download Arbeitsauftrag für Gerätewechsel und aperiodische Ablesung). Für Turnuswechselgeräte lassen sich die Auftrags- und Meldungscodes mit der Erweiterung EDMEG901 ändern.

3. Ersatzgerät bereitstellen. Das neue Gerät muss als Gerät mit passendem Gerätetyp existieren, im Lager oder auf dem Monteursfahrzeug (Gerätetyp, Gerät und Equipment). Ist die Warenbewegung in den Wechsel integriert (Parameter GOODSMVMT), gibt man Zielwerk, Ziellager und Bewegungsart für beide Geräte an; SAP Learning nennt für den Gesamtwechsel die Bewegungsart U61 und für das Storno des technischen Wechsels U62.

4. Montage und Endablesung. Der Monteur liest den Zähler ab, baut ihn aus, baut den neuen ein und notiert den Einbaustand. Die Erfassung muss der tatsächlichen Historie entsprechen. Für den Ausbau nennt die Hilfe: Nach dem tatsächlichen Ausbaudatum darf das Gerät nicht schon umgebaut oder geändert worden sein. Ein Beispiel der Hilfe: Der Ausbau war am 8.10., die Erfassung erfolgt am 12.10.; zwischen dem 8. und 12.10. darf kein Umbau erfasst worden sein.

5. Erfassung mit EG30. Im Einstiegsbild gibt man beide Geräte an. Für Gerätegruppen, etwa Wandlersätze, bietet das System die Arbeitsliste an, auf der man die übrigen Geräte der Gruppe abarbeitet. Man erfasst Wechseldatum, Wechselgrund (Prüftabelle TE401), Ausbau- und Einbauzählerstand und gegebenenfalls die Warenbewegung. Die Systemparameter im Customizing steuern das Verhalten; SAP Learning nennt für Einbau, Ausbau und Wechsel unter anderem TRANSFONES (Wandlerangabe verlangen), DEVINSNOMR (ohne Ablesung erfassen), GOODSMVMT (Warenbewegung), CHK_WEIG01 (abweichende Gewichtungsschlüssel erlauben), LASTMETERI (Meldung beim Ausbau des letzten Geräts) und RATETRNES (Tarifart verlangen). Eigene Vorschlagswerte und Prüfungen bieten die Erweiterungen EDMDI001 und EDMDI002; die Zulässigkeit eines Wechsels lässt sich mit einem Customer-Exit prüfen.

6. Was das System bucht. Technisch wird das alte Gerät aus dem Geräteplatz aus- und das neue eingebaut. Abrechnungstechnisch bekommt das neue Gerät die Zeitscheiben in der Anlagenstruktur, die der alten entsprechen. Das alte Gerät erhält ein Ausbaudatum, seine Zeitscheiben enden. Die logischen Nummern erklärt das Data Dictionary: Ein neu eingebautes Gerät bekommt eine neue logische Gerätenummer, ein Gerät, das ein anderes ersetzt, erhält die logische Gerätenummer des ersetzten. Ebenso erhält ein Ersatzzählwerk die logische Zählwerksnummer des ersetzten, sofern sich das zuordnen lässt. Ersatzweise ordnet man die logischen Zählwerke von Hand mit EG60 zu; eine Erweiterung kann den Vorschlag steuern.

7. Zählerstände. Beim Wechsel erfasst man Ausbau- und Einbaustand (siehe unten).

8. Kontrolle. Die Anlage mit Struktur (ES32), die logischen Zählwerke (EG61) und die Tarifdaten (EG71) zeigen, ob alte Zeitscheiben enden und neue beginnen. Vor der Abrechnung rechnet die Testabrechnung (EA00) den Zeitraum mit dem Wechsel durch.

Übernommene Daten und logische Zählwerke

Warum die logischen Nummern so wichtig sind, zeigt die Übersicht der Tabellen, in deren Schlüssel das logische Zählwerk steht. SAP Learning nennt: ETDZ (technische Daten des eingebauten Zählwerks), EASTS (Tarifdaten auf Zählwerksebene), EASTI (Zählwerksbeziehungen) und EZUZ (Gerätezuordnung auf Zählwerksebene). Behält das neue Zählwerk die Nummer, gehen alle diese Daten ohne Zutun über. Der Abrechnung ist so bekannt, welches Zählwerk die Funktion des alten übernimmt, besonders bei Leistungswerten.

Hat das neue Gerät andere Zählwerke, etwa ein Eintarifzähler statt eines Zweitarifzählers, passt die Zuordnung nicht von selbst. Dann bestimmt man mit der Funktion logische Zählwerke, welches neue Zählwerk welche Aufgabe des alten übernimmt. Was bei einem solchen Typwechsel mit den Tarifarten geschieht, steht in Gerätewechsel und Tarifierung.

Zählerstände beim Wechsel

Bei einem Wechsel erfasst man laut Hilfe den Ausbau- und den Einbauzählerstand. Beide gehören zum selben Zeitpunkt, der Wechsel trennt die Abrechnungsabschnitte. Zwei Eigenheiten:

  • Die Ablesung entsteht in der Aktivität. SAP Learning: Ablesungen, die aus einer Aktivität folgen, werden in der Aktivität selbst gestartet, nicht in der Geräteablesung. Für Einbau und Ausbau nennt die Lektion Ablesegründe: 08 Einbau technisch, 21 Einbau abrechnungstechnisch, 12 Ausbau technisch, 22 Ausbau abrechnungstechnisch. Der Ablesegrund des Wechsels selbst steht in den gelesenen Quellen nicht.
  • Schätzen ist möglich. In der Demonstration von SAP Learning trägt man für beide Geräte die Stände ein oder lässt sie schätzen und sichert.

Über das IDoc ISU_DEVICE_CHANGE lassen sich Wechsel aus externen Systemen übernehmen. Es kann genau ein Ableseergebnis zur Aktion erfassen; zeitvariable Ablesungen sind damit nicht möglich. Ist die Ablesung unplausibel, bricht die Verarbeitung nicht ab, man kann die Daten korrigieren. Die Ergebnisse zur Nachbearbeitung kommen im Workflow an die Rolle ISU_MREADER. Mit dem Parameter DEVINSNOMR darf man Einbau, Ausbau und Wechsel ohne Ablesung erfassen. Das ist eine Entscheidung des Unternehmens.

Wechselt ein Gerät mitten in einer Ableseperiode, ist der Ableseauftrag vielleicht schon erzeugt oder ausgegeben, und der Ableser findet das Gerät nicht. Je nach Customizing erkennt das System bei der Erfassung, dass das Gerät im Auftrag nicht mehr aktuell ist, und verbucht den Wert nach den neuen Gerätedaten, oder es berücksichtigt den Wechsel nur, wenn der Ableser eine Notiz „Gerätewechsel“ einträgt. Die Details zum Ableseauftrag stehen in Ableseprozess in SAP IS-U.

Rechenbeispiel

Vereinfachtes Beispiel mit frei gewählten Werten. Anlage 4812, Zweitarifzähler G1 mit den Zählwerken HT und NT, Faktor 1. Die letzte Jahresablesung am 01.01. stand auf HT 52.300,0 und NT 24.100,0. Am 14.05. wird G1 gegen einen Zweitarifzähler G2 gewechselt, der Ausbaustand von G1 ist HT 53.150,0 und NT 24.640,0, der Einbaustand von G2 0,0 und 0,0. Bei der Jahresablesung am 31.12. steht G2 auf HT 1.420,0 und NT 880,0.

Abschnitt und Rechnung Menge
G1 HT, bis 14.05.: 53.150,0 − 52.300,0 850,0 kWh
G1 NT, bis 14.05.: 24.640,0 − 24.100,0 540,0 kWh
G2 HT, ab 14.05.: 1.420,0 − 0,0 1.420,0 kWh
G2 NT, ab 14.05.: 880,0 − 0,0 880,0 kWh

Die Jahresmenge ist 850,0 + 1.420,0 = 2.270,0 kWh im Hochtarif und 540,0 + 880,0 = 1.420,0 kWh im Niedertarif, zusammen 3.690,0 kWh. Wichtig ist, dass beide Abschnitte getrennt gerechnet werden. Hätte man den Endstand von G1 (53.150,0) fälschlich als Einbaustand von G2 erfasst, ergäbe der HT-Abschnitt 1.420,0 − 53.150,0 gleich minus 51.730,0; der Stand liegt unter dem Einbaustand, und die Plausibilitätsprüfung der Ablesung dürfte ihn als Rücklauf oder Überlauf beanstanden. Ein nur leicht falscher Einbaustand fällt dagegen nicht auf: Wurde 0,0 statt tatsächlich 12,0 erfasst, rechnet das neue Gerät 12 kWh zu viel ab, und der Kunde zahlt sie.

Folgen für Abrechnung und Tarifierung

Die Abrechnung teilt den Zeitraum am Wechseltag, weil dort Zeitscheiben von Gerät und Zählwerken enden und beginnen. Preise und Tarifarten laufen weiter, solange sich an Anlage, Vertrag und Tariftyp nichts ändert. Ändern sich Zählwerke, Faktoren oder Tarifarten, steht das in Gerätewechsel und Tarifierung. Die Hilfe nennt ausdrücklich, dass die Tarifdaten und Beziehungen mit dem Ausbaudatum abgegrenzt werden: Die Zeitscheibe wird beendet, bleibt aber historisch nachvollziehbar. Bezugsgrößen werden beim reinen Ausbau nicht automatisch abgegrenzt, sie lassen sich manuell abgrenzen oder löschen.

Nach SAP Learning lassen sich eingebaute Geräte nur in Zeiträumen ändern, die noch nicht abgerechnet sind; für Gerätezuordnungen sagt die Hilfe dasselbe. Wie ein verspätet erfasster Wechsel in abgerechnete Zeiträume wirkt, beschreiben die gelesenen Quellen nicht; das klärt man im eigenen System, bevor man rückwirkend bucht.

Typische Fehler

Falsches Wechseldatum. Der Wechsel steht auf einem Datum, das nicht dem Tag der Montage entspricht. Mengen wandern zwischen den Abschnitten. Prüfen mit dem Montagebericht und der Zeitscheibe in der Anlage (ES32).

Aus- und Einbau getrennt statt Wechsel. Die Verbindungen sind gelöscht: Tarifdaten, Wandlerzuordnung und Zählwerksbeziehungen sind am neuen Gerät neu anzulegen. Wer das vergisst, hat ein Zählwerk ohne Tarifart oder ohne Abrechnungsfaktor. Das Fehlen zeigt EG71.

Ausbau des letzten zählenden Geräts. Wird das letzte zählende Gerät einer Anlage mit gültigem Vertrag ausgebaut, kommt je nach Parameter LASTMETERI eine Information oder eine Fehlermeldung.

Zählwerke unterschiedlich. Das neue Gerät hat andere Zählwerke als das alte, und die logischen Zählwerke sind nicht zugeordnet. Tarifdaten gehen nicht über. Mit EG60 zuordnen.

Nachträgliche Änderung am alten Gerät. Wer nach dem tatsächlichen Ausbau Daten des Geräts ändert, blockiert die spätere Erfassung des Ausbaus in der richtigen Reihenfolge.

Stand oder Gerät vertauscht. Ein Stand wird dem falschen Gerät zugeordnet; die Plausibilitätsprüfung der Ablesung schlägt an, oder bei kleinen Werten fällt es erst in der Rechnung auf.

Falsch gebucht: Storno in fester Reihenfolge

Es gibt zwei Ebenen von Storno. Der technische Storno (EG50 als Sammeltransaktion, EG51 Einbau, EG52 Wechsel, EG53 Ausbau) nimmt einen rein technischen Vorgang zurück. Die SAP-Hilfe nennt als Voraussetzung: Das Gerät darf nicht abrechnungstechnisch eingebaut sein. Der Storno ändert keine Zählwerksbeziehungen und Bezugsgrößen, keine Statistiksätze, keine Gerätezuordnungen von steuernden Geräten, keine gesperrten Geräte und keine Gerätegruppen, und er bucht keine Umlagerung zurück. Beim Storno des Wechsels baut PM das alte Gerät automatisch wieder ein und das neue aus.

Ist ein Vorgang technisch und abrechnungstechnisch gebucht, gilt die Reihenfolge der Hilfe. Zuerst die abrechnungstechnische Seite zurück, dann die technische.

Storno eines Gerätewechsels.

  1. Hat man das ausgewechselte Gerät umgelagert, macht man die Umlagerung rückgängig; das Gerät muss frei verfügbar sein.
  2. Das eingewechselte Gerät aus allen Anlagen abrechnungstechnisch ausbauen, zum Wechseldatum oder zum jeweiligen Einbaudatum. Die Einbaudaten findet man in den Tarifdaten der Anlagenstruktur oder im Gerät.
  3. Gerätezuordnungen und Zählwerksbeziehungen des eingewechselten Geräts auflösen.
  4. Den Storno Wechsel durchführen. Das eingewechselte Gerät wird technisch ausgebaut, das ausgewechselte technisch eingebaut. Angelegte Gerätezuordnungen werden wieder beendet, beendete wiederhergestellt.
  5. Gerätezuordnungen und Zählwerksbeziehungen für das nun eingebaute Gerät bei Bedarf wieder anlegen.
  6. Das nun eingebaute Gerät in allen Anlagen abrechnungstechnisch zum Wechseldatum oder zum jeweiligen Ausbaudatum einbauen.
  7. Für das nun ausgebaute Gerät, falls nötig, eine Umlagerung durchführen.

Das Beispiel der Hilfe: Gerät G1 ist technisch im Geräteplatz GPL1 eingebaut, abrechnungstechnisch ab 1.2.2000 in Anlage A1 und ab 10.2.2000 in Anlage A2. Zum 1.3.2000 wird es gegen G2 gewechselt, das damit abrechnungstechnisch in beide Anlagen und technisch in GPL1 kommt. Zum Storno baut man G2 zum 1.3.2000 aus A2 und aus A1 abrechnungstechnisch aus, storniert den Wechsel und baut G1 zum 1.3.2000 wieder in A1 und A2 ein.

Storno eines Einbaus. Man baut das Gerät aus allen Anlagen zum jeweiligen Einbaudatum abrechnungstechnisch aus, löst Gerätezuordnungen und Zählwerksbeziehungen auf, führt den Storno Einbau durch (das Gerät ist dann technisch ausgebaut, in der Instandhaltung entsteht ein Ausbau zum Einbauzeitpunkt, ein dabei angelegter Geräteplatz bleibt bestehen) und lagert bei Bedarf um.

Storno eines Ausbaus. Der Storno Ausbau baut das Gerät technisch wieder ein, danach baut man es abrechnungstechnisch in allen Anlagen zum Ausbaudatum ein; aufgelöste Zuordnungen und Beziehungen legt man wieder an.

Was die Hilfe offenlässt. Die Beschreibungen der Stornos nennen keine Ablesungen. Was mit den beim falschen Wechsel erfassten Ablesebelegen und Abrechnungsaufträgen passiert, ist im eigenen System zu klären. Die Stornierung von Ableseergebnissen gibt es als eigene Funktion; SAP Learning beschreibt, dass sie Ableseauftrag, Ableseergebnis und Abrechnungsauftrag löscht.

Abweichung zum Transaktionskatalog. Der Katalog beschreibt EG50 als Sammelstorno „für alle drei Gerätevorgänge“ mit technischer und abrechnungstechnischer Zuordnung. Die SAP-Hilfe sieht für EG50 bis EG53 nur den rein technischen Storno vor und verlangt für den Gesamtvorgang das Auflösen der abrechnungstechnischen Seite zuerst. Hier gilt die SAP-Hilfe.

Typische Missverständnisse

„Der Wechsel erzeugt ein neues Zählwerk mit neuer Historie.“ Das neue Zählwerk übernimmt die logische Nummer des alten, sofern sich das zuordnen lässt. Die Historie läuft über diese Nummer weiter.

„Die Seriennummer ist der Schlüssel der Historie.“ Sie ändert sich mit jedem Gerät. Die Anlage und die logischen Nummern bleiben.

„Ein Storno erledigt alles.“ Er nimmt den Wechsel zurück und stellt den Zustand davor her. Ablesungen und Umlagerungen sind eigene Schritte.

„Mit EG50 ist alles zurückgesetzt.“ EG50 bis EG53 nehmen nur technische Vorgänge zurück. Der abrechnungstechnische Einbau muss vorher aufgelöst sein.

„Ein Wechsel im System ist die Marktmeldung.“ Das System bucht die Gerätedaten. Meldungen an Netzbetreiber und Lieferant laufen über die Marktkommunikation (Gerätewechsel im Messwesen verstehen).

Grenzen und Quellenlage

Die Abläufe stützen sich auf die SAP-Hilfe (ERP 6.0 EHP8), SAP Learning (S/4HANA Utilities) und die Dokumentation der Datenelemente LOGIKNR und LOGIKZW im Data Dictionary. Nicht belegt: der Ablesegrund des Wechsels, die Wertetabellen der Wechselgründe, das Verhalten bei Ein- und Ausbau am selben Tag, die Behandlung von Ablesebelegen beim Storno, die Zuordnung der logischen Zählwerke bei Typwechsel in Einzelfällen und Unterschiede zwischen ECC und S/4HANA. Die Objekte mit Zitaten stehen im Objekt-Explorer, der Begriff im Glossar unter Gerätewechsel.

Primärquellen zum Nachlesen

  1. SAP Help Portal – Gerätewechsel (SAP ERP 6.0 EHP8, Geräteverwaltung)help.sap.com
  2. SAP Help Portal – Geräteausbauhelp.sap.com
  3. SAP Help Portal – Gerätewechsel stornierenhelp.sap.com
  4. SAP Help Portal – Geräteeinbau stornierenhelp.sap.com
  5. SAP Help Portal – Stornierung technischer Einbau/Ausbau/Wechselhelp.sap.com
  6. SAP Help Portal – Geräteinstallation (Einbau, Ausbau, Wechsel; IDocs, Parameter)help.sap.com
  7. SAP Learning – Introducing Installation, Removal, and Replacementlearning.sap.com
  8. SAP Learning – Understanding Meter Reading (Meter Reading Reasons)learning.sap.com
  9. SAP Datasheet – Datenelement LOGIKNR (Logische Gerätenummer)sapdatasheet.org
  10. SAP Datasheet – Datenelement LOGIKZW (Logische Zählwerksnummer)sapdatasheet.org
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