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SAP Utilities & Betrieb

Gerätetyp, Gerät und Equipment in SAP IS-U

Wie ein Zähler in SAP IS-U als Stammsatz entsteht: Material, Gerätetyp (ETYP), Equipment (EQUI) und die IS-U-Gerätedaten EGERS, EGERH und EGERR, dazu Seriennummer, Gerätegrundtypen, Statuswerte und der Lebenslauf vom Wareneingang bis zum Abgang.

Auf dieser Seite12 Abschnitte

Kurzantwort

Ein Zähler besteht in SAP IS-U aus drei Schichten. Die Bauart ist ein Material der Logistik. Der Gerätetyp (ETYP) erweitert dieses Material um IS-U-Daten wie Zählwerksgruppe, Eichfrist und Preisklasse; seine Nummer ist die Materialnummer. Das einzelne Gerät ist ein Equipment der Instandhaltung (EQUI) mit Seriennummer, dazu kommen drei IS-U-Tabellen: EGERS (einmal je Gerät), EGERH und EGERR (je Zeitscheibe). Wer ein Gerät eindeutig benennen will, nennt Material und Seriennummer. Die Equipmentnummer ist die interne Kennung des Systems.

Dieser Artikel zeigt, wie der Stammsatz entsteht und welchen Lebenslauf er durchläuft. Den Einbau an Geräteplatz und Anlage beschreibt Geräteinstallation in SAP Utilities verstehen, die Konfiguration der Zählwerke Zählwerksgruppe und Zählwerke konfigurieren. Den Wechsel eines Geräts im System zeigt Gerätewechsel in SAP IS-U Schritt für Schritt, Wandler und Zählwerksbeziehungen des Geräts Wandler, Gerätezuordnung und Zählwerksbeziehungen.

Eine Bauart, viele Exemplare: Das Material liefert die Nummer, der Gerätetyp die gemeinsamen Eigenschaften, das Equipment die Identität des einzelnen Zählers.Bezeichnungen und Nummern frei gewählt. Zeitscheiben: Zeiträume mit „gültig ab“ und „gültig bis“.

Warum drei Schichten?

Ein Netzbetreiber kauft 100 gleiche Zweitarifzähler. Alles, was für alle 100 gilt, soll nur einmal gepflegt werden: der Hersteller, die Eichfrist, die Zählwerke. Was nur ein Exemplar betrifft, gehört an das Exemplar: die Seriennummer, das Beglaubigungsjahr, der Einbauort. Die SAP-Hilfe zur Geräteverwaltung führt die Entsprechungen auf:

Begriff in IS-U Entspricht im Standard
Gerätetyp Material (Grunddaten Logistik)
Gerätenummer Serialnummer
Gerät Equipment (Instandhaltung)

Die Verbindung hat einen praktischen Grund. Weil beim Wareneingang automatisch ein Equipment entsteht, lassen sich Funktionen der Instandhaltung nutzen, etwa Wartungspläne oder Arbeitsaufträge. Für Wareneingang, Umlagerung und Abgang greift die Geräteverwaltung auf die Bestandsführung zurück.

Der Gerätetyp

Die SAP-Hilfe definiert: Ein Gerätetyp fasst alle Geräte mit gleichen Eigenschaften zusammen, zum Beispiel Preisklasse, Zählwerksgruppe und Beglaubigungsdaten. Er ist „die spezifische Ausprägung des Materials“. Jedes Gerät gehört zu genau einem Gerätetyp.

Gerätegrundtyp. Jeder Gerätetyp ist einem Gerätegrundtyp zugeordnet. Die Hilfe nennt: Zähler, Wandler, Transformator, Tonfrequenz-Rundsteuerempfänger (TRE), Fernzählgerät, Rechenwerk, Mengenumwerter, Druckregler, Fühler, Gateway und Sonstige. Ein Gerätetyp kann auch eine Kombination verschiedener Grundtypen sein. Der Grundtyp bestimmt, welche Gruppendaten nötig sind. SAP Learning nennt als Beispiele: Zähler brauchen eine Zählwerksgruppe, Wandler eine Wicklungsgruppe, Strom-Zähler zusätzlich eine Messart. Das Data Dictionary kennt den Grundtyp als einstelligen Code (Domäne GERTYPKZ, etwa W für Wandler, D für Druckregler, T für Schaltgerät), den zum Beispiel die Tabelle der Zuordnungsarten EZUA verwendet.

Die wichtigsten Felder von ETYP.

Feld Bedeutung
MATNR Materialnummer, zugleich Gerätetyp
FUNKLAS, BAUKLAS Funktionsklasse und Bauklasse, für Suche und Statistik
ZWGRUPPE Zählwerksgruppe: welche Zählwerke ein Gerät dieses Typs trägt
PREISKLA Preisklasse, steuert zusammen mit der Preisstufe die Gerätemiete
BGLKZ Eichpflicht: 0 keine, 1 extern (gesetzlich), 2 intern (Unternehmensvorgabe)
VLZEITT Eichfrist in Jahren für extern beglaubigungspflichtige Geräte
VLZEITTI interne Prüffrist in Jahren
MESSART Messart des Zählers, bei Strom das Verhältnis zum Wandler
WGRUPPE Wicklungsgruppe bei Wandlern

Die Werte von BGLKZ stehen als Festwerte in der Domäne (SAP Datasheet). Die Eichfrist am Gerätetyp ist die Grundlage der Fristenplanung; Eichung, Beglaubigung und Stichprobenverfahren in SAP IS-U beschreibt, wie das System daraus das nächste Wechseljahr bildet. Preisklasse und Preisstufe steuern laut SAP Learning die Mietpreisfindung mit der Variante SETTLE01 in der Abrechnung.

Gerätetyp anlegen. Mit EG01 legt man einen Gerätetyp an, EG02 ändert, EG03 zeigt ihn. Die SAP-Hilfe zum Anlegen kennt zwei Wege. Erstens: Man legt zuerst den Materialstamm in der Materialwirtschaft an; dann erzeugt das System im Hintergrund einen Materialstamm für IS-U, den man als Gerätetyp um IS-U-Daten erweitert. Zweitens: Man legt den Materialstamm nur als Gerätetyp in IS-U an; dann entsteht im Hintergrund eine Minimalversion des Materialstamms, die nicht alle Funktionen der Materialwirtschaft erlaubt. SAP empfiehlt, wo MM genutzt wird, die erste Variante. Voraussetzung sind die vorher gepflegten Gruppen: Zählwerksgruppen, Ein-/Ausgangsgruppen, Kommandogruppen, optional Prüfpunktegruppen und für Transformatoren Wicklungsgruppen.

Viele Gerätetypdaten lassen sich am einzelnen Gerät überschreiben. Gerätespezifisches wie Baujahr legt man erst beim Gerät fest.

Das Gerät: Equipment plus IS-U-Daten

Beim Anlegen eines Geräts entstehen laut SAP-Hilfe zwei Dinge: ein Stammsatz mit IS-U-spezifischen Daten und ein Equipment in der Instandhaltung. Das Gerät erbt die Daten des Gerätetyps und darf sie anpassen. SAP Learning fasst den Gerätestammsatz in Bereiche: Kopfdaten, allgemeine Daten, Instandhaltungsdaten und IS-U-Daten mit technischen Daten (Zählwerksgruppe, Wicklungsgruppe, Kommandogruppe), Stammdaten (Geräteplatz, Anlage), Beglaubigungsdaten, Sonstigem (Messdruck, Wandlerverhältnis, Tarifdaten) und Vorgängen (Einbau, Ausbau, Umbau, Sperre).

In den Tabellen verteilt sich das so:

Tabelle Inhalt
EQUI Equipment: Equipmentnummer EQUNR, Material MATNR, Seriennummer, Hersteller, Sparte
EGERS IS-U-Gerätedaten ohne Zeitscheibe: Beglaubigungsjahr BGLJAHR, Art und Nummer der Beglaubigung, Los, Prüfrelevanz BESITZ, vorgezogenes Wechseljahr WECHSEL, Plombe, Wandlerdaten
EGERH Gerätedaten je Zeitscheibe: logische Gerätenummer LOGIKNR, Zählwerksgruppe, Geräteplatz DEVLOC, Einbau- und Ausbaudatum, Wechselgrund GERWECHS
EGERR weitere Gerätedaten je Zeitscheibe, genau eine Zeile zu jeder Zeitscheibe von EGERH: Zählwerksgruppe, Wicklungsgruppe, Material, Seriennummer, Wandlerfaktoren

Die Felder stammen aus dem Katalog des Atlas und dem Data-Dictionary-Abzug von SAP Datasheet für EGERS. Zwei Hinweise zum Lesen. Der Kurztext von EGERR im Data Dictionary spricht von einem Geräteinfosatz, trotzdem führt SAP die Tabelle zu jedem Gerät; der Bezug zum Infosatz steckt in Feldern wie SERVICE_PROV und EGERR_INFO. Und die Beglaubigungsangaben liegen in EGERS, nicht in EGERH: Sie gehören dem Exemplar, nicht einer Zeitscheibe seines Einbaus.

Eindeutigkeit. Die SAP-Hilfe zur Geräteverwaltung sagt: Das Gerät wird normalerweise durch Material- und Serialnummer eindeutig identifiziert, weil es zu mehreren Materialien die gleiche Serialnummer geben kann. Die Equipmentnummer ist systemweit eindeutig. SAP Learning ergänzt, dass die Equipmentnummer eine interne Nummer ist, die je Mandant verschieden sein kann. Für Auswertungen über Systemgrenzen hinweg taugt sie deshalb nicht.

Die Seriennummer

Serialisieren heißt, einzelne Stücke eines Materials unterscheidbar zu machen. Damit ein Material Geräte aufnehmen kann, braucht der Materialstamm ein Serialnummernprofil (in der Sicht „Sales: General plant data“, so die englische Bezeichnung bei SAP Learning); die Equipmentart muss in der Instandhaltung als IS-U-Equipmentart gekennzeichnet sein. Laut SAP-Hilfe wird die Gerätenummer beim Wareneingang erzeugt und am Gerät angebracht; SAP Learning erlaubt als Serialnummer die Herstellernummer oder eine eigene Nummer. SAP bietet Erweiterungen an: automatische Vergabe von Seriennummern (IQSM0001) und eine Prüfung der Zeichenfolge (IQSM0008), mit der sich Material-Seriennummer-Kombinationen firmenspezifisch prüfen lassen.

Im Messstellenbetrieb ist die Seriennummer ein Teil der Geräteidentität. Wie sie zur Marktidentifikation der Messlokation steht, erklärt Zählernummer und Geräte-ID.

Geräteinfosatz: ein Stellvertreter statt eines Geräts

Ein Lieferant braucht nicht die komplette Geräteverwaltung. Die SAP-Hilfe zum Geräteinfosatz beschreibt ihn als Objekt für den abrechnungsorientierten Einsatz: Es werden nur Gerätedaten geführt, die die Abrechnung braucht, nämlich Tarifdaten, Gerätezuordnungen, Zählwerksbeziehungen und die Pflege der logischen Zählwerke. Eine Anbindung an die Instandhaltung gibt es nicht mehr; Verbrauchsdaten anderer Systeme laufen über den Zählpunkt.

Welche Stammsätze ein Gerätetyp zulassen soll, ist einstellbar. SAP Learning nennt vier Möglichkeiten: Geräte und Geräteinfosätze, nur Geräte, nur Geräteinfosätze und nur Geräteinfosätze mit mehrfach vergebbarer Seriennummer. Die letzte Variante braucht ein Lieferantensystem, in dem Kunden aus mehreren Netzen vorkommen und dieselbe Gerätenummer mehrfach auftreten kann. Dummy-Gerätetypen erübrigen sich dann. Im Data Dictionary führt ETYP dazu das Feld G_INFOSATZ („Type of Device to be Created“); die Zuordnung seiner Werte zu den vier Möglichkeiten ist nicht belegt. Die Einbausicht beschreibt Geräteinstallation in SAP Utilities verstehen; Geräteinfosätze legt EG44 an, EG41 ändert, EG43 zeigt sie an.

Wie ein Gerät entsteht

Ein Gerät wird auf drei Wegen angelegt. Alle brauchen einen vorhandenen Gerätetyp.

  1. Wareneingang in der Bestandsführung. Ein Wareneingang zur Bestellung (Bewegungsart 101) oder ohne Bezug (501) erzeugt für jede Stückzahl ein Equipment mit Seriennummer. Der Bestand wird fortgeschrieben, das Equipment bekommt den Status ESTO. Im Dialog zur Anlage erfasst man die IS-U-Daten: Beglaubigungsjahr, Zählwerksgruppe, Hersteller, Prüfrelevanz und Ableseergebnisse. Mit der Erweiterung EDME10L1 lassen sich Vorbelegung und eigene Prüfungen ergänzen.
  2. Einzelanlage in der Geräteverwaltung. Die SAP-Hilfe nennt die erweiterte Funktion „MatSerialNr anlegen“ der Instandhaltung; SAP Learning führt dafür die Transaktion IQ01 an (Material-Seriennummer anlegen). Das Gerät entsteht nur als Equipment, der Materialbestand wird nicht fortgeschrieben.
  3. Listbearbeitung. Mehrere Geräte lassen sich auf einmal ohne Bestandsführung anlegen.

Wer die Bestandsführung nutzen will, muss den Weg über den Wareneingang gehen. Wer beim Anlegen direkt in IS-U arbeitet, hat Geräte, die in der Materialwirtschaft nicht als Bestand geführt werden.

Der Lebenslauf eines Geräts

Am Beispiel einer Lieferung von 100 Zweitarifzählern zeigt die folgende Tabelle die Stationen und die Statuswerte des Equipments nach SAP Learning. Das System kennt ESTO (im Bestand angelegt), AVLB (verfügbar, einbaubar) und INST (eingebaut).

Station (Status des Equipments) Was passiert
Bedarf und Bestellung (noch kein Equipment) neuer Gerätetyp, Material und Zählwerksgruppe bei Bedarf anlegen; Bestellanforderung und Bestellung
Wareneingang (ESTO) 100 Equipments mit Seriennummern, Materialbeleg, Bestand im Wareneingangslager
Umlagerung (ESTO) Geräte ins Zentrallager oder auf das Monteursfahrzeug; Gerätebewegung über Serialnummern
Einbau (INST) technisch am Geräteplatz, abrechnungstechnisch an der Anlage; auf Wunsch mit Bewegungsart U61
Umbau (INST) Gerät bleibt eingebaut, Zählwerke und Gerätedaten ändern sich; ein Gerätewechsel steht in einem eigenen Artikel
Ausbau (AVLB) technischer und abrechnungstechnischer Ausbau, etwa zur Beglaubigung, Gerät wieder frei
Abgang (Status nicht belegt) Warenausgang aus der Bestandsführung, etwa für Verschrottung oder Verkauf

Eine Besonderheit der Versorger steckt in der Bewegungsart U61: Ein eingebautes Gerät verlässt den Bestand des Unternehmens nicht. Mit U61 (Umlagerung ins Netzlager) und U62 (Storno dazu) muss man vor dem Einbau keinen Warenausgang buchen; Voraussetzung ist der Systemparameter GOODSMVMT. Auch dass ein Gerät nach dem Ausbau den Status AVLB trägt, belegt SAP Learning in einer Übung. Wo ein ausgebautes Gerät nach Befund aussortiert wird, beschreiben die gelesenen Quellen nicht. Die Hilfe nennt für den „Abgang (z. B. Verschrottung, Verkauf)“ den Warenausgang und die Rücklieferung aus der Bestandsführung.

Beispiel: Ein neuer Zweitarifzähler

Vereinfachtes Beispiel mit frei gewählten Namen und Nummern. Der Netzbetreiber beschafft den Typ „4711-ZT“, einen elektronischen Zweitarifzähler.

  1. Die Materialwirtschaft legt das Material 4711-ZT an, die Geräteverwaltung erweitert es mit EG01 zum Gerätetyp: Gerätegrundtyp Zähler, Zählwerksgruppe „ZT-2ZW“ mit zwei Zählwerken, Eichpflicht extern (BGLKZ 1), Eichfrist 8 Jahre.
  2. 100 Stück kommen im Jahr 2026 an. Der Wareneingang erzeugt 100 Equipments, Seriennummer SN-000401 bis SN-000500, Status ESTO. Im Dialog trägt der Lagermitarbeiter das Beglaubigungsjahr 2026 ein.
  3. Der Gerätestammsatz von SN-000417 steht jetzt in EQUI (Equipmentnummer, Material, Seriennummer) und in EGERS (Beglaubigungsjahr 2026). Das Gerät hat noch keinen Geräteplatz und keine Anlage; die Zählwerke werden erst beim Einbau aktiviert.
  4. Das Gerät kommt auf ein Monteursfahrzeug, der Status bleibt ESTO. Beim Einbau in die Anlage 4711 mit EG31 trägt das System Geräteplatz, Einbaudatum und logische Gerätenummer in EGERH ein, aktiviert die Zählwerke und legt die Anlagenstruktur an; das Equipment wechselt auf INST.
  5. Das Turnuswechseljahr des Geräts ist nach der SAP-Hilfe zur Turnuswechselliste „im Regelfall“ das letzte Beglaubigungsjahr plus Eichgültigkeit des Gerätetyps: 2026 + 8 = 2034. Warum das für die Planung zählt, steht im Artikel zur Eichung und zum Stichprobenverfahren.

Typische Fehler und wie man sie erkennt

Gerätetyp ohne passende Zählwerksgruppe. Die Zählwerke eines neuen Geräts stimmen nicht mit dem Tarif der Anlage überein. Das fällt erst beim Einbau oder bei der Tarifzuordnung auf. Man prüft die Zählwerksgruppe am Gerätetyp (EG03).

Beglaubigungsjahr falsch erfasst. Es steuert das Turnuswechseljahr. Ein zu spätes Jahr schiebt die Planung hinter die tatsächliche Frist. Ein zu frühes Jahr erzeugt Wechsel ohne Not. Den Wert prüft man gegen Kennzeichnung und Eichschein des Geräts.

Gleiche Seriennummer bei verschiedenen Materialien. Das ist erlaubt, weil Material und Seriennummer zusammen eindeutig sind. Wer Auswertungen nur über die Seriennummer führt, mischt verschiedene Geräte.

Gerät ohne IS-U-Daten. Wurde das Equipment mit einer anderen Equipmentart angelegt, fehlen die IS-U-Daten. Die Equipmentart muss als IS-U-Equipmentart gekennzeichnet sein.

Gerät hat den falschen Gerätetyp. Ein nicht im Bestand geführtes Gerät kann man in der Instandhaltung über „Materialwechsel“ einem anderen Gerätetyp (Material) zuordnen. Bei Geräten im Bestand läuft der Wechsel als Umbuchung zwischen Materialien; Quell- und Zielmaterial müssen denselben Spartentyp und denselben Gerätegrundtyp haben.

Typische Missverständnisse

„Gerätetyp und Gerät sind dasselbe.“ Der Gerätetyp ist die Bauart, das Gerät das Exemplar mit Seriennummer.

„Die Seriennummer genügt als Schlüssel.“ Sie ist nur zusammen mit dem Material eindeutig.

„Ein Gerät entsteht erst beim Einbau.“ Es entsteht beim Wareneingang oder bei der Anlage. Der Einbau verbindet ein vorhandenes Gerät mit Platz und Anlage.

„Die Equipmentnummer ist die Geräte-ID des Marktes.“ Sie ist eine interne Nummer des Systems. Die Marktkommunikation führt eigene Kennungen (Zählernummer und Geräte-ID).

Grenzen und Quellenlage

Belegt ist der Aufbau (Material, Gerätetyp, Equipment) durch die SAP-Hilfe, die Felder durch den Tabellenkatalog und das Data Dictionary, der Lebenslauf und die Statuswerte durch SAP Learning. Nicht belegt: die Wertetabellen von Equipmentart und Bewegungsarten im eigenen Mandanten, das Verhalten von G_INFOSATZ im Detail, ein eigener Vorgang für die Verschrottung in IS-U. Die Transaktion IQ01 steht nur in SAP Learning, nicht im Transaktionskatalog des Atlas. Unterschiede zwischen ECC und S/4HANA Utilities sind nicht gesondert geprüft; SAP Learning beschreibt S/4HANA, die SAP-Hilfe die Bibliothek zu SAP ERP 6.0 EHP8. Wer im eigenen System nachsehen will, öffnet das Gerät über IE03 (Equipment anzeigen). Die Objekte mit Zitaten stehen im Objekt-Explorer, die Begriffe im Glossar unter Gerät.

Primärquellen zum Nachlesen

  1. SAP Help Portal – Gerätetyp (SAP ERP 6.0 EHP8, Geräteverwaltung)help.sap.com
  2. SAP Help Portal – Equipment (SAP ERP 6.0 EHP8, Geräteverwaltung)help.sap.com
  3. SAP Help Portal – Geräteverwaltung (Integration von Material, Equipment und Serialnummer)help.sap.com
  4. SAP Help Portal – Anlegen von Gerätetypen und Anlegen eines Gerätshelp.sap.com
  5. SAP Help Portal – Geräteinfosatzhelp.sap.com
  6. SAP Learning – Analyzing Device Technology (Configuring Device Management in SAP S/4HANA Utilities)learning.sap.com
  7. SAP Learning – Explaining the Material Movement Processlearning.sap.com
  8. SAP Datasheet – Tabelle ETYP (IS-U-Zusatzdaten zum Material)sapdatasheet.org
  9. SAP Datasheet – Tabelle EGERS (IS-U-Gerätestammdaten)sapdatasheet.org
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