Kurzantwort
Ein Zähler steht selten allein. Ein Wandler setzt Strom oder Spannung herunter, ein Rundsteuerempfänger schaltet den Zweitarif, ein Unterzähler hängt hinter einem Hauptzähler. IS-U bildet diese Abhängigkeiten an zwei Stellen ab. Die Gerätezuordnung (EZUG auf Geräteebene, EZUZ auf Zählwerksebene) verbindet ein steuerndes Gerät mit einem gesteuerten und trägt Attribute wie den Abrechnungsfaktor eines Wandlers. Die Zählwerksbeziehung (EASTI mit Kopf in EASTIH) verknüpft Zählwerke miteinander, etwa für die Hinterschaltung eines Unterzählers oder ein Kontrollzählwerk. Bei Wandlerzählern wirken zwei Faktoren: der Zählwerksfaktor am Zählwerk und der Abrechnungsfaktor an der Wandlerzuordnung. Die Abrechnung multipliziert beide.
Die Marktsicht auf Wandler und Umrechnungsfaktor beschreibt Stromwandler und Umrechnungsfaktor. Die Zählwerke selbst erklärt Zählwerksgruppe und Zählwerke konfigurieren. Wie der Faktor in die Verbrauchsermittlung eingeht, rechnet Sonderfälle der Verbrauchsermittlung in SAP IS-U vor.
Drei Objekte im Überblick
| Objekt | Wo es steht und wozu es dient |
|---|---|
| Wandler | Gerät mit eigenem Gerätetyp (Grundtyp Wandler) und Wicklungsgruppe; liefert das Übersetzungsverhältnis |
| Gerätezuordnung | EZUG und EZUZ; bindet ein steuerndes Gerät an ein gesteuertes und trägt Attribute wie den Abrechnungsfaktor |
| Zählwerksbeziehung | EASTI und EASTIH; verknüpft Zählwerke, zum Beispiel Haupt- und Nebenzähler oder Zähler und Kontrollzähler |
Wandler im System
Ein Wandler ist in IS-U ein Gerät wie ein Zähler: Es hat einen Gerätetyp mit dem Grundtyp „Wandler“, ein Equipment und eine Seriennummer (Gerätetyp, Gerät und Equipment). Statt einer Zählwerksgruppe trägt er eine Wicklungsgruppe. Nach SAP Learning gilt:
- Eine Wicklung ist eine Drahtspule im Wandler, die Strom oder Spannung herabsetzt. Es gibt Primärwicklungen (Netzseite) und Sekundärwicklungen (Zählerseite).
- Eine Wicklungsgruppe fasst die Wicklungen eines Wandlers zusammen und enthält mindestens eine Primär- und eine Sekundärwicklung. Sie hängt vom Wandlertyp ab: Niederspannungs-Stromwandler, Stromwandler, Spannungswandler, Kombinationswandler oder Wandlerblock.
- Das System vergleicht die Primär- und Sekundärdaten einer Gruppe: minimale Primärspannung größer oder gleich maximaler Sekundärspannung, minimaler Primärstrom größer oder gleich maximalem Sekundärstrom. Im Customizing lassen sich diese Prüfungen abschalten.
- Aus Strom- und Spannungswerten der Wicklungsgruppe berechnet das System das Wandlerverhältnis und daraus den Abrechnungsfaktor: die Zahl, mit der man die Differenz der Zählerstände multipliziert, um den tatsächlichen Verbrauch zu erhalten.
Wicklungsgruppen legt EGW1 an, EGW2 ändert und EGW3 zeigt sie. Wandlerdaten tragen auch Gerätetyp, Gerät und Zählwerksgruppe (Felder wie UEBERVER, ZSTROMP, ZSTROMS, ZSPANNP und ZSPANNS).
Die Messart des Stromzählers beschreibt laut Learning das Verhältnis von Zähler und Wandler: Zähler mit direkter Messung brauchen keinen Wandler, solche mit halbindirekter Messung brauchen einen Stromwandler, solche mit indirekter Messung eine Kombination aus Strom- und Spannungswandlern. Über den Systemparameter TRANSFONES lässt sich verlangen, dass bei den Messarten 1 bis 3 ein Wandler angegeben wird.
Eine Gruppe verbundener Wandler (Strom- und Spannungswandler eines Messsatzes) lässt sich als Gerätegruppe führen. Dann kann man die Wandler nicht versehentlich einzeln ein- oder ausbauen, jeder Wechsel muss ausdrücklich bestätigt werden.
Die Gerätezuordnung
Die SAP-Hilfe definiert: Gerätezuordnungen beschreiben Abhängigkeiten der Geräte untereinander und lassen zusätzliche Attribute ablegen. Man unterscheidet das gesteuerte Gerät, zum Beispiel den Zähler, und das steuernde Gerät, zum Beispiel den vorgeschalteten Wandler.
Zuordnungsarten. Die Tabelle der Arten (EZUA) enthält laut SAP Learning diese ausgelieferten Arten:
| Art | Bedeutung |
|---|---|
| 01 | Rundsteuerung (TRE), Attribut Kommando, nicht abrechnungsrelevant |
| 02 | Wandlergruppe, Attribut Abrechnungsfaktor, abrechnungsrelevant |
| 03 | Druckregler, abrechnungsrelevant, Attribut Messdruck (Gas) |
| 04 | Druckregler, nicht abrechnungsrelevant, Attribut Messdruck |
| 90 | kundeneigene Zuordnung |
Eigene Zuordnungsarten sind laut Hilfe möglich, aber in keinem Fall abrechnungsrelevant und ohne artspezifische Prüfungen. Je Art steht in EZUA, ob sie auf Geräteebene, auf Zählwerksebene oder auf beiden Ebenen erlaubt ist (Felder DEV_LEVEL und REG_LEVEL) und für welchen Grundtyp sie gilt.
Ebene. Hat das gesteuerte Gerät Zählwerke, liegt die Zuordnung auf Zählwerksebene (EZUZ). Hat es keine, liegt sie auf Geräteebene (EZUG). Das steuernde Gerät wird immer als Ganzes zugeordnet. EZUG und EZUZ unterscheiden sich im Bezug und im Abrechnungsfaktor: Nur EZUZ trägt das Feld ABRFAKT. Wandler eines Zählers stehen deshalb in EZUZ, nicht in EZUG. Der Schlüssel von EZUZ enthält ein logisches Zählwerk (LOGIKZW), die Zuordnungsart (ZUART) und eine zweite logische Gerätenummer (LOGIKNR2); der von EZUG zwei logische Gerätenummern und die Art. Welche Nummer welche Rolle hat, benennt das Data Dictionary nicht. Nach der Beschreibung der Hilfe liegt es nahe, dass in EZUZ LOGIKNR2 das zugeordnete steuernde Gerät ist; das ist eine Schlussfolgerung, kein Zitat.
Zeit. Die Gerätezuordnung ist historisch (Zeitscheiben AB und BIS). Zeitscheiben, die in bereits abgerechnete Zeiträume hineinreichen, lassen sich nicht ändern; durch Splitten entsteht eine pflegbare Zeitscheibe.
Voraussetzungen. Beteiligte Geräte müssen technisch eingebaut sein. Nur Wasser- oder Gaszähler und Druckregler dürfen eine Druckreglerzuordnung haben. Nur nicht direkt messende Zähler dürfen eine Wandlerzuordnung haben. Der Abrechnungsfaktor ist bei nicht direkt messenden Stromzählern zwingend erforderlich. Wer abrechnungsrelevante Zuordnungen unterjährig pflegt, erfasst für die beteiligten Geräte einen Ablesestand.
Im Einbau. Die Zuordnung wird in der Regel direkt auf dem Einbauschirm angelegt. Nach SAP Learning baut man steuernde Geräte wie Wandler nur technisch ein; ihre abrechnungsrelevanten Faktoren gehören über die Gerätezuordnung zum Zähler, ein abrechnungstechnischer Einbau des Wandlers ist nicht nötig. Der Wandler sollte vor dem Zähler eingebaut werden, dann übernimmt das System die Faktoren automatisch.
Transaktionen. Der Transaktionskatalog führt EG72 (Pflegen Gerätezuordnung) und EG73 (Gerätezuordnung anzeigen). Der Katalog beschreibt sie mit „Haupt- oder Nebengerät einer Anlage“ und der Reihenfolge der Abrechnung. Das deckt sich nicht mit der SAP-Hilfe, die von gesteuerten und steuernden Geräten, Wandlern und Druckreglern spricht; hier gilt die SAP-Hilfe.
Wandlerfaktor und Abrechnungsfaktor
Zwei Faktoren gehören zu einem Wandlerzähler.
| Faktor | Ort und Rolle |
|---|---|
| Zählwerksfaktor | ZWFAKT am Zählwerk (ETDZ, vorbelegt aus der Zählwerksgruppe); rechnet die Anzeige des Zählwerks um |
| Abrechnungsfaktor | ABRFAKT an der Zuordnung des Wandlers (EZUZ); stammt aus dem Wandlerverhältnis |
Die SAP-Hilfe „Hochrechnung mit Abrechnungsfaktor“ zeigt, in welcher Reihenfolge sie wirken: Aus der Differenz der Stände entsteht der Verbrauch durch Multiplikation mit dem Zählwerksfaktor, bei Gas anschließend mit einem Umwandlungsfaktor, zuletzt mit dem Abrechnungsfaktor. Die Hilfe rechnet das an einem Gasbeispiel (800 mal 2 mal 10 mal 1,5); für Strom entfällt der Umwandlungsfaktor. Aus dem Verbrauch zurück zum Stand läuft die Rechnung rückwärts mit Division.
Rechenbeispiel Wandlerfaktor. Ein Stromwandler 200 A zu 5 A hat die Übersetzung 200 geteilt durch 5, also 40. Ein Spannungswandler 10.000 V zu 100 V hat 100. Bei einer indirekten Messung mit beiden ergibt das Wandlerverhältnis 40 mal 100, also 4.000; bei einer halbindirekten Messung nur den Stromwandler, hier 40. Die Rechnung steht im Marktartikel Stromwandler und Umrechnungsfaktor ausführlicher.
Vereinfachtes Beispiel mit der Messkette der Zeichnung: Ein Zähler mit Zählwerksfaktor 1 hängt am Stromwandler 200 A zu 5 A. Die Stände gehen im Abrechnungsjahr von 10.000,0 auf 10.850,0, die Differenz ist 850,0. Die Menge ist 850,0 mal 1 mal 40, also 34.000 kWh.
Was schiefgehen kann. Wird der Wandlerfaktor sowohl als Zählwerksfaktor als auch als Abrechnungsfaktor eingetragen, entsteht 850,0 mal 40 mal 40 gleich 1.360.000 kWh: ein Fehler um den Faktor 40, der in Plausibilitätsprüfungen auffällt, aber nicht immer vor der Rechnung. Fehlt der Abrechnungsfaktor, ergeben sich 850 kWh. Weil die Zuordnung eine Zeitscheibe ist, gilt ein geänderter Faktor erst ab seinem Beginn; ein Wandlertausch braucht deshalb den richtigen Stichtag.
Zählwerksbeziehungen
Die SAP-Hilfe sagt: Die Funktion bildet die Beziehung zwischen zwei oder mehreren Zählwerken ab. Beziehungen stehen im Kopf (EASTIH, mit Beziehungsart ZWZUART, Prüfgruppe PRUEFGR und dem Kennzeichen AUTOEND) und in den Positionen (EASTI, je beteiligtem Zählwerk mit logischer Zählwerksnummer, Zeitscheibe und Operationscode). Der Operationscode legt die Rolle eines Zählwerks in der Beziehung fest, etwa Hauptzählwerk (3) oder Nebenzählwerk (4). AUTOEND beendet die Beziehung beim Ausbau eines Zählwerks zeitanteilig.
Als Vorlage gibt es Musterzählwerksbeziehungen an der Zählwerksgruppe (Tabellen EZWGEASTIH und EZWGEASTI). Beim Einbau lassen sie sich übernehmen und anlegen; das Ändern einer Musterbeziehung hat laut Hilfe keine Auswirkung auf eingebaute Geräte.
Pflege. EG75 legt Zählwerksbeziehungen an, EG76 ändert und EG77 zeigt sie. Voraussetzungen und Regeln nach der Hilfe:
- Die beteiligten Geräte müssen technisch eingebaut sein, für die Zählwerke müssen Ablesestände erfasst werden.
- Eine Zählwerksbeziehung darf innerhalb eines Zeitraums nur einmal existieren, und alle betroffenen Geräte müssen im gesamten Zeitraum eingebaut sein.
- Je nach Customizing müssen die Zählwerke dieselbe Ablesemaßeinheit haben (Kennzeichen AM) und in dieselben Anlagen abrechnungstechnisch eingebaut sein (AN). Die zulässigen Operationscodes und deren Anzahl, die zulässigen Beziehungsarten je Spartentyp und eigene Beziehungsarten sind Customizing.
- Will man die Zählwerke eines Geräts aus einer bestehenden Beziehung entfernen, gibt man beim Einstieg ein anderes beteiligtes Gerät, den Geräteplatz oder die Anlage an. Nennt man das zu entfernende Gerät selbst, meldet das System beim Sichern EN478.
Die Beziehungsarten
Die Hilfe beschreibt neun Arten mit ihren Restriktionen:
| Art | Kern der Regel |
|---|---|
| 01 Blindwirkbeziehung | Blind- und Wirkzählwerk mit gleichem Zählwerkstyp und passendem Blind-/Wirkkennzeichen; SAP Learning nennt als Zweck den Leistungsfaktor cos φ |
| 02 Hinterschaltung | Haupt- und Nebenzählwerk, nur Verbrauchszählwerke; die Verbräuche der Nebenzähler werden vom Hauptzähler abgezogen |
| 03 HT-NT-Beziehung | Hochtarif- und Niedertarifzählwerk mit gleichem Zählwerkstyp und gleichem Blind-/Wirkkennzeichen |
| 04 Kontrollbeziehung | Zählwerk und Kontrollzählwerk mit gleichem Zählwerkstyp und gleichem Kennzeichen |
| 05 Zustandszahlbeziehung | Gas: ein Zählwerk vererbt die Zustandszahl an ein anderes |
| 06 Zustandszahlberechnung | Gas: Normvolumen- und Betriebsvolumenzählwerk |
| 07 Rückstellbeziehung | das zurückgestellte Zählwerk muss saldierend sein; Rückstellzählwerk und zurückgestelltes Zählwerk nur in je einer Rückstellbeziehung |
| 08 Impulsbeziehung | zwei Zählwerke mit gleichem Zählwerkstyp und gleichem Kennzeichen |
| 09 Benutzungsstundenbeziehung | nur Leistungs- und Verbrauchszählwerke |
Die Beziehungsart wirkt auch auf die Ablesung: Jede Zählwerksbeziehung ist Grundlage abhängiger Prüfungen (siehe unten und Ableseprozess in SAP IS-U).
Hinterschaltung: der Unterzähler hinter dem Hauptzähler
Die Hinterschaltung (SAP Learning: Serial Switching, relevant für die Abrechnung) hat die genauesten Regeln:
- Nur Verbrauchszählwerke. Bei Leistungszählwerken träte die Spitze von Haupt- und Nebenzähler nicht zwingend zur selben Zeit auf; die Differenz entspräche dann nicht der abzurechnenden Höchstleistung. Für bestehende hintereinandergeschaltete Leistungszähler verweist die Hilfe auf besondere Tarifvarianten.
- Ein Hauptzähler darf nur in einer Hinterschaltungsbeziehung als Hauptzähler auftreten, hat aber beliebig viele Nebenzähler. Dann wird die Summe aller Nebenzählerverbräuche vom Verbrauch des Hauptzählers abgezogen. Mehrstufige Hinterschaltungen sind möglich (ein Nebenzähler ist zugleich Hauptzähler); dafür legt man zwei Beziehungen an. Das Learning-Beispiel: Verbrauch Zähler 1 gleich Zähler 1 minus Zähler 2 minus Zähler 4.
- Alle Nebenzähler müssen für den Zeitraum abrechnungstechnisch in dieselben Anlagen eingebaut sein wie der Hauptzähler. In der Anlage des Hauptzählers markiert man sie sinnvollerweise als „Zählwerk nicht abrechnungsrelevant“ (Kennzeichen N). Eine Tarifart verlangt das System für die Nebenzähler dort trotzdem.
- Ein Zählwerksfaktor am Nebenzähler, etwa zum Ausgleich von Transformationsverlusten, wirkt vor der Berechnung des Abzugsverbrauchs. Ein Zählwerksrabatt am Hauptzähler greift erst danach auf den Abzugsverbrauch. Ein Rabatt am Nebenzähler beeinflusst den Hauptzähler nicht. Bei Preisänderungen im Zeitraum werden beide Zähler linear abgegrenzt; unterschiedliche Gewichtungsverfahren sollte man vermeiden.
Rechenbeispiel. Ein Gewerbebau hat einen Hauptzähler am Stromwandler (Abrechnungsfaktor 40, Zählwerksfaktor 1) und einen direkt messenden Nebenzähler für einen Mieter. Der Hauptzähler läuft von 10.000,0 auf 10.850,0, der Nebenzähler von 18.200 auf 21.400.
| Rechenschritt | Ergebnis |
|---|---|
| Hauptzähler: (10.850,0 − 10.000,0) × 1 × 40 | 34.000 kWh |
| Nebenzähler: 21.400 − 18.200 | 3.200 kWh |
| Abzugsverbrauch: 34.000 − 3.200 | 30.800 kWh |
Anlage A bewertet 30.800 kWh im Tarif des Hauptzählers. Der Nebenzähler läuft zusätzlich in Anlage B mit seinem eigenen Tarif über 3.200 kWh. Vergisst man den Abrechnungsfaktor beim Hauptzähler, ergibt sich 850 − 3.200 gleich minus 2.350 kWh, ein offensichtlicher Fehler. Ob der Fall so abgebildet wird, hängt vom Projekt ab; das Beispiel zeigt die Rechenlogik der Hilfe.
Kontrollbeziehung und abhängige Prüfungen
Ein Kontrollzählwerk dient, wie der Name sagt, zur Kontrolle anderer Zählwerke. Die Hilfe nennt für die Kontrollbeziehung (04) die Restriktionen: gleicher Zählwerkstyp, gleiches Blind-/Wirkkennzeichen. Nach der Ausbau-Hilfe darf ein Kontrollzähler auch nur technisch eingebaut sein. Den Zweck erklärt SAP Learning bei den Plausibilitätsprüfungen der Ablesung: Zählwerksbeziehungen sind die Grundlage der abhängigen Prüfungen, die zwei oder mehr Zählwerke miteinander vergleichen. Der Kopf der Beziehung führt dafür eine Prüfgruppe (PRUEFGR, Prüftabelle TE413). Learning nennt vier solche Prüfungen:
| Prüfung | Was sie vergleicht |
|---|---|
| Kontrollregister | Summe der Verbräuche der Zählwerke gegen den Verbrauch des Kontrollzählwerks |
| Hinterschaltung | Verbrauch des Hauptzählers gegen die Verbräuche der Nebenzähler |
| Cosinus phi | berechnet cos φ aus Wirk- und Blindleistung (Wirkleistung durch Scheinleistung) |
| Verbrauchsverhältnis | Hochtarif gegen Niedertarif |
Eine Summe kommt also vor: als Prüfung, nicht als Abrechnungsregel. Die Toleranzen und Abweichungen legt das Customizing der Prüfgruppen fest. Ein Kontrollzählwerk, dessen Summe nicht zu den Einzelzählwerken passt, erzeugt damit schon bei der Ablesung einen Hinweis.
Was bei Ein-, Aus- und Wechsel passiert
Beim Ausbau eines Geräts werden Tarifdaten und Beziehungen zu anderen Geräten zum Ausbaudatum abgegrenzt, die Zeitscheibe endet und bleibt historisch erhalten. Ein Gerät lässt sich nur technisch ausbauen, wenn es zum Ausbaudatum abrechnungstechnisch ausgebaut ist, kein anderes Gerät steuert und kein Zählwerk Teil einer automatisch endenden Zählwerksbeziehung ist. Beim technischen Ausbau eines beteiligten Geräts muss die Gerätezuordnung beendet werden.
Beim Wechsel übernimmt das System Tarifdaten, Zählwerksbeziehungen, Gerätebeziehungen, den zählwerksbezogenen Periodenverbrauch und den Sperrzustand automatisch auf das neue Gerät. Wer stattdessen aus- und einbaut, verliert nach der Hilfe alle Verbindungen und Zählwerksbeziehungen. Beim Storno werden beendete Gerätezuordnungen wiederhergestellt und angelegte wieder beendet. Der ganze Ablauf steht in Gerätewechsel in SAP IS-U Schritt für Schritt.
Typische Fehler
Faktor doppelt. Wandlerfaktor als Zählwerksfaktor und als Abrechnungsfaktor: Die Menge ist um den Faktor zu groß. Prüfen mit EG71 und dem Vorjahresverbrauch.
Wandlerzuordnung fehlt. Bei einem nicht direkt messenden Stromzähler ist der Abrechnungsfaktor zwingend. Wer ein Gerät aus- und neu einbaut statt zu wechseln, verliert die Verbindungen und muss die Zuordnung neu anlegen.
Beziehung über eine Lücke im Einbau. Alle beteiligten Geräte müssen im gesamten Zeitraum der Beziehung eingebaut sein. Wird ein Gerät mitten im Zeitraum ausgebaut, braucht die Beziehung ein Ende zum Ausbaudatum; dafür dient AUTOEND.
Nebenzähler in anderer Anlage. Die Hinterschaltung verlangt dieselben Anlagen für Haupt- und Nebenzähler. Ein Nebenzähler, der nur in Anlage B eingebaut ist, lässt sich nicht hinter den Hauptzähler der Anlage A schalten.
Beziehungsart verwechselt. Nur die Hinterschaltung zieht Verbräuche ab. Eine HT-NT-Beziehung oder eine Kontrollbeziehung trägt eigene Regeln. Die Art bestimmt die Folgen für Abrechnung und Prüfung.
Typische Missverständnisse
„Der Wandler steht im Zähler.“ Der Wandler ist ein eigenes Gerät. Beim Zähler steht nur der Abrechnungsfaktor der Zuordnung.
„Gerätezuordnung und Zählwerksbeziehung sind dasselbe.“ Die Zuordnung verbindet Geräte (Wandler, Rundsteuerung, Druckregler) mit einem gesteuerten Gerät. Die Beziehung verbindet Zählwerke untereinander.
„Ein Unterzähler wird einfach addiert.“ Bei der Hinterschaltung wird er vom Hauptzähler abgezogen; mehrere Nebenzähler werden zuvor summiert. Summen als Prüfung kennt nur die Kontrollbeziehung.
„Der Zählwerksfaktor ist der Wandlerfaktor.“ Beide sind Faktoren, aber an verschiedenen Orten. Beim Wandlerzähler wirken beide, jeder mit seinem eigenen Wert.
Grenzen und Quellenlage
Die Wandlerzuordnung, die Hinterschaltung und die Restriktionen sind mit der SAP-Hilfe belegt, die Zuordnungsarten und Beziehungsarten mit SAP Learning, die Felder mit dem Data-Dictionary-Abzug. Nicht belegt: die Rollen der beiden Gerätenummern in EZUG und EZUZ im Data Dictionary, der genaue Rechenweg vom Wicklungsverhältnis zum Abrechnungsfaktor (nur das Prinzip ist beschrieben), die Toleranzwerte der abhängigen Prüfungen, die Wertetabellen von Beziehungsarten und Operationscodes im eigenen Mandanten. Die Rechenreihenfolge der Faktoren stammt aus der Hilfe zur Hochrechnung; ob die Abrechnung sie identisch anwendet, lässt sich im eigenen System mit einer Testabrechnung (EA00) prüfen. Die Objekte mit Zitaten stehen im Objekt-Explorer und hier für Zählwerksbeziehungen; der Begriff im Glossar: Wandlerfaktor.